Startet nicht. Klackt nur einmalig.

  • Liebes Forum!


    Da ihr mir bisher immer besser weiterhelfen konntet, als jede Werkstatt:


    Mein Laderegler war defekt. Hab den getauscht. Das Aggregat habe ich gemessen. Da war alles ok.


    Nach ca 100km Fahrt - auf mehrere Male. Springt gestern die Maschine nicht an.


    Batterie war leer - jetzt klackt es nur beim anlassen. Starter dreht nicht. Der ist aber relativ neu.


    Akku extern über Nacht geladen, lt. Öamtc ist die Batterie vor dem Ladereglertausch noch gut gewesen, hab sie daher nicht mitgetauscht.


    Irgendwie habe ich aufgrund des Alters der Maschine die Verkabelung oder das Relais selber unter Verdacht. Vlt Kabelbruch.


    Welche Messwerte muss ich wo messen, um das relais zu überprüfen?


    Vielen Dank für eure Hilfe.


    Lukas

  • gibt es für die Maschine einen neuen Kabelreperatursatz? Kosten? D.h. einfach Kabelbaum erneuern.


    Relais selber erneuern? Kosten?


    Oder haltet ihr das für übertrieben und lieber genau den Fehler finden und nur problem beheben?

  • Lukas


    Wenn ich mich recht entsinne ist dein töff dein einzig vehikel...somit fällt starthilfe üer auto aus...ausser ein Nachbar hülfe....

    Bin mir recht sicher fas deine bakterie tot ist...brauchste neu...limarrgler hat beim sterben diese wohl gegrillt. ..


    Ölablass restlost ohne Sumpf. ..😧

    Seh ich duster...

    Kabelbaum hätte ich...rumpfmotor sogar auch.....da muss aber Ölablass rep Satz rein weil Voreigner den überdreht hat...

  • Ich könnte mir auch vorstellen, dass da beim Anschluss des neuen Reglers etwas schief gelaufen ist, denn die F fährt auch ein gutes Stück nur mit Batterie. Irgendwann ist die dann leer und das Töff aus... :wink:

  • bin mir relativ sicher, dass das die Batterie ist. Auch von mir die Empfehlung, erstmal die Batterie zu checken

    Das denke ich auch. Wie wäre nun das weitere Vorgehen ?


    Werden die Kontrolleuchten beim Klack des vergeblichen Startversuchs deutlich dunkler, liefert die Batterie nicht genug Strom. Klarheit verschafft eine Spannungsmessung: Bei ausgeschalteter Zündung sollte die Batteriespannung über 12 Volt liegen, bei eingeschalteter Zündung nicht wesentlich darunter - wenn sie voll und in Ordnung ist, wird sie auch dann nicht unter 12 Volt fallen.

    Wenn beim Anlassversuch die Spannung deutlich unter 12 Volt fällt und dann vielleicht auch bleibt, liefert die Batterie nicht genug Strom. Bleibt die Spannung dagegen stabil bei 12 Volt, müsste man tatsächlich einen Defekt im Bereich des Anlassers oder des Relais in Betracht ziehen.


    Wenn im wahrscheinlicheren die Batterie nicht genug Strom liefert:

    lt. Öamtc ist die Batterie vor dem Ladereglertausch noch gut gewesen, hab sie daher nicht mitgetauscht

    Wie wurde denn das geprüft ?

    Außer den Spannungsmessungen muss der Säurestand geprüft werden.

    Insbesondere wenn der Reglerdefekt eine Überladung bedeutete, wird der Säurestand der Batterie zu kontrollieren und zu korrigieren sein. Tiefentladung und Überladung zehren an der Batterie, kann sein, dass sie ersatzbedürftig ist, trotz anderslautender Aussagen.


    Eckart

  • Auflösung:


    Öamtc hatte unrecht.


    Ihr hattet recht.


    Batterie getauscht, Motorrad läuft wieder...


    Zum laufen gebracht mit überbrücken einer Autobatterie.


    Was mich auch stutzig gemacht hat und ich nicht gleich die Batterie getauscht habe: die volt waren immer über 12... allerdings war die Batterie vermutlich nachhaltig geschädigt durch def Laderegler.


    Danke an euch jedenfalls!


    Sind halt doch oft die einfachen Sachen ✅👍😉



    Öamtc hat bei der pannenhilfe mit messgerät einen Batterie Test gemacht und gesagt die ist noch gut... wie genau der Test war Keine Ahnung... Hat einige Zeit gebraucht. Mind 30 sek

    Max 2 min

  • Öamtc hat bei der pannenhilfe

    Bei der Pannenhilfe zählt der schnelle Erfolg. Tiefgründige Analysen kann man da nicht erwarten.

    die volt waren immer über 12

    Wirklich immer ?

    Eine kaputte Batterie kann durchaus noch 12 Volt haben, die bei Belastung zusammenbrechen.


    Bei defektem Laderegler sind 2 Fälle denkbar:

    1. Überladung: Bei Überladung gast das Batteriewasser aus. Bei halbem Säurestand hat die Batterie nur noch die halbe Kapazität und doppelten Innenwiderstand - das reicht dann meistens nicht mehr zum Anlassen. Manchmal kann man sie durch Nachfüllen noch retten.
    2. Tiefentladung: Ich bin kein Chemiker, um sagen zu können, auf welche Weise die Batterie genau geschädigt wird, aber das Ergebnis ist ähnlich wie bei der Überladung: Die Ruhespannung wird zwar noch erreicht, aber Kapazität ist reduziert und der Innenwiderstand - vergrößert ... das reicht dann ggf. nicht mehr zum Anlassen.

    Erst im fortgeschrittenen Verfallsstadium wird auch die Ruhespannung von ca. 12 V nicht mehr erreicht, dann reicht es aber schon längst nicht mehr zu Anlassen.


    Welcher Fall lag denn vor ?


    Eckart

  • Punkt 1.


    Dachte ich hatte ne wartungsfreie Batterie... mein Fehler. Daher nie säurestand kontrolliert oder nachgefüllt...


    Säurestand war unter min.


    Jetzt hab ich jedenfalls ne wartungsfreie Gel batterie



    Ja bei meiner Messung war auch beim starten über 12v... bis auf klack ist nix passiert

  • Uffbasse Lukas

    ..unser UrKälble hat ab Werk einen recht groben Limaregler mit Spitzen bis 15,6V direkt nach dem anlassen....isso,fakt..und dies können GEL nicht besonders ab...die neuen Modelle F650-700-800 haben feinere Limaregler und auch GEL ab Werk drin....nicht das den Bock zum Gärtner getan hast....Ich hab meine aktuelle Bleisäure schon 4 J drin aktiv....und gebe auf Töfftreffen noch kollegen Starthilfe..dabei kostet eine vernünftig gewartete Bleisäure gerade die hälfte dessen,was für die GEL hingelegt hast..



    Ist schon klar..Volt sind Keine Ampere...nur weil 12,2 V im Messgerät hast heißt dies nicht,das noch 12 AH Leistung hast..

  • Serienmäßig ist da keine Gel-Batterie drin, sondern eine (auch wartungsfreie) AGM-Batterie. Die würde ich nach eigenen Erfahrungen auch gegenüber einer Gel-Batteie vorziehen.

    Aber gerade Du musst es wissen...auch eine AGM verdaut 15,6V nicht besonders gut...oder hast du je mehr als 13,8-14,5V Ladespannung anliegen,auch direkt nach Motorstart...am nächsten morgen zb..

  • Gel und AGM benötigen höherer Ladeschlussspannungen als reine Blei. Daher juckt die das eher weniger. Eher ist die Tendenz das nicht ausreichend geladen wird. Bleiakkus haben im gegensatz zu vielen anderen Akkutypen kaum Stresse wenn man ihnen mal kurz eine Spannungsspitze reinwürgt.


    Ich lade meine Gel alle 4 Wochen einmal mit dem Winterpflegegerät komplett durch. Das lädt mit max 1A. Meine Spannung an der Ur-F liegt typisch bei 13,8 bis 14,2V. Mache ich Licht aus, gehts auf 14,5V. Nach 1 Std fahrt komme ich fast nicht mehr über 14V raus. Bin also gerade am Tüfteln nach welchen Kriterien der Laderegler genau arbeitet. Aber so dumm wie er hingestlett wird, ist der bei Leibe nicht. Nur wie er genau regelt, muss ich noch rausfinden.


    Allerdings habe ich noch keine Spannung höher als 14,8V gesehen an meiner Anzeige. Das erreiche ich wenn ich bei hoher Drehzahl Licht ausmache und noch nicht lange gefahren bin. Und dort bleibt sie auch nicht lange stehen, die fälle recht schnell wieder auf 14,6V runter. Etwas Drehzahlabhängig ist sie, aber viel weniger als man denkt. Ich tüftel also nun erstmal zuende und bastel dann mal eine Kurve bzw eine Art Datenblatt wie das Teil genau arbeitet.

  • chefin


    dann schau mal hier


    http://faq.f650.com/FAQs/VoltageRectifierFAQ.htm


    unter dem Link auf dieser Seite


    http://faq.f650.com/FAQs/VoltageRectifierFAQ.htm#VR Autopsy


    Hier wurde der Regler geröntgt.

    Vielleicht erkennst du ja elektronische Bauteile - ich vermute es sind fette Transistoren ( Steuerung ) und

    sehr belastbare Thyristoren die hier arbeiten (für zeitlich begrenzte Kurzschlüsse )

    um die Ladespannung stabil zu halten - daher wird der Regler am Kühlkörper auch so heiß ;)


    Aber zerlegen konnten die den auch nicht komplett :whistle:


    :wave:


    Mac

  • Ich lade meine Gel alle 4 Wochen einmal mit dem Winterpflegegerät komplett durch.

    Meine Motorradbatterie sieht das Ladegerät nur ganz selten: Einmal vor dem Einbau, dann vielleicht erst Jahre später wieder in einem weniger warmen Winter, wenn wirklich mal eine lange Pause nötig ist. Gegen Lebensdauerende vielleicht nochmal außer der Reihe.


    Um solche Prozeduren zu vermeiden, weil ...

    Gel und AGM benötigen höherer Ladeschlussspannungen als reine Blei.

    wird hier im Forum immer wieder der Ratschlag gegeben, die Batterie immer durch eine mit der gleichen Technologie zu ersetzen, um auf der sicheren Seite zu sein. Aber viele halten sich nicht an diese Regel ... und es geht doch !

    Anscheinend scheinen die Nachteile meistens nicht so gravierend zu sein, vielleicht überwiegen sogar die Vorteile ?

    Da Lukas' Ersatzbatterie ja schon gekauft und eingebaut ist, sind die Würfel gefallen !

    Er / wir werden sehen, wie lange das hält. Ich würde mir da nicht zu viele Gedanken machen.


    Nur wie er genau regelt, muss ich noch rausfinden.

    Ich und Andere haben das ja schon verschiedentlich im Forum erläutert. Am Besten schließt Du mal Dein Oszilloskop an die Batteriepole an und beobachtest den Spannungsverlauf (AC-Anteil) bei verschiedenen Last- und Ladezuständen - da kannst Du der Arbeit des Reglers live zuschauen.


    Eckart

  • Danke für die Links, werde ich mal durchackern


    Jo, das mit dem Oszi habe ich mal gemacht, aber leider unbefriedigend, da die Spannung sich nach einiger Zeit ändert. Da muss definitiv ein "Zeitglied" integriert sein. Also etwas das nach einer gewissen Zeit die Spannung senkt. Und unter bestimmten Bedingungen wieder neu startet. Da ich jetzt fast 10.000km gefahren bin, davon ca 7000 mit einer Spannungsanzeige. Mal regelt es um die 14,2V herum, mal bei ca 13,8/13,9V. Es ist also ein zu großer Unterschied um den mit irgendwelchen Toleranzen zu erklären. Und das aus und einschalten des Lichtes (physikalisch also zu und abschalten von 4,5A Last) verändert die Spannung um roundabout 0,3V. Also ist auch eine stromabhängige Spannungskurve verbaut. Hätte ich so nicht erwartet. Aber wer sich mal Ladekurven und Dokus zum Bleiakkuladen anschaut findet mehrere scheinbar gut funktionierende Methoden. Angefangen vom Laden in Ubooten im Zweiten Weltkrieg über Notstrom (Hoppecke hat uns mal Unterladen zukommmen lassen als Firma) bis hin zu China-Reglern und Ladegeräte.


    Ich hab Kontake zu einem Elektronik-Zulieferer von BMW, vieleicht finde ich da weitere Infos. Wie das halt so ist, man muss da schmalzen um an Internas ranzukommen, aber man bekommt es meistens. Mal sehen.

  • Da muss definitiv ein "Zeitglied" integriert sein. Also etwas das nach einer gewissen Zeit die Spannung senkt.

    Das stimmt: Die Batterie und ihr Ladestand sind es.

    Also ist auch eine stromabhängige Spannungskurve verbaut.

    Die ergibt sich aus der Reglerfunktion.

    vieleicht finde ich da weitere Infos

    Erwarte Dir da mal nicht so viel: Im Regler eines Fast-Oldtimers ist keine hochgezüchtete Mikroelektronik, sondern es wird mit Wasser gekocht.

    die Links, werde ich mal durchackern

    Wenn Du nach dem Motto Schreiben ist Silber, Lesen ist Gold mal mehr über Regler lesen möchtest, empfehle ich Dir die Lektüre von

    http://www.gs-forum.eu/f-650-g…glers-151449/#post2134660 Da geht es zwar in erster Linie um Längsregler, aber Reglerprinzipien werden diskutiert. Zwischen dem vielen Müll, den man in so Foren halt so liest, finden sich auch ein paar Perlen, speziell auch in den Links.


    Eckart

  • Die Batterie kann das nicht "melden". Die Batterie ist für den Regler nur ein Verbraucher. Der Regler kann Batterie und Heizgriff nicht unterscheiden. Ein Microcontroller der den Stromverbrauch im zeitlichen Verlauf sich merkt könnte das vieleicht. Aber wir haben keinen Microcontroller verbaut, sondern einen konventionellen Laderegler mit analoger Schaltung.


    Der Regler weis also auch nicht, wann der Akku voll ist. Zwar sinkt der Stromverbrauch, aber das könnte auch von den abgeschalteten Heizgriffe kommen. Oder wenn ich das Licht ausschalte. in den 90er war das noch nicht so verbreitet mit dem Tagsüber Dauerlicht an haben. Aber der Regler wurde da entwickelt.


    Hier müssen also "Schätzwerte" zugrunde liegen, Annahmen der typischen Betriebszustände. Wirklich messen kann der Regler da nur die Eingangsspannung von der Lima und den Strom der fliest, wenn er eine bestimmte Ausgangsspannung einstellt. Aber ich bin dieses Wochenende zu beschäftigt um mir die Links von Mac durchzulesen, denke danach weis ich mehr durch die Infos dort. Mal sehen was ich dann noch rausfinden kann