Hinterradbremse geht fest

  • Hallo zusammen,


    mir macht meine F650GS echte Sorgen. Ich hatte das Motorrad ein paar Tage im Regenh stehen und jetzt geht meine Hinterradbremse fest. Ich kann die Beläge wieder auseinander drücken, dann ist gut. Die Beläge sind ziemlich runter. Meine letzten Hinterradbremserfahrungen sind von einer R80GS und ich frage mal doof wie ich vorgehen soll :-)

    • Hinterrad bleibt drinnen
    • Bremsbeläge werden auseinander gedrückt
    • Sicherung aus dem Stift
    • Stift von außen nach innen durchtreiben
    • Beläge heraus nehmen
    • Kolben mit Holzkeil rein drücken
    • Alles mit Bremsenreiniger spülen (das auch schon vor dem Reindrücken des Kolbens machen?)
    • Kupferpastenhauch auf die Rückseite der Beläge
    • Einsetzen
    • Stift rein drücken
    • Sicherung rein machen
    • Vorsichtig Bremspedal drücken
    • Bremsflüssigkeitsstand prüfen
    • Vorsichtige Test fahrt


    So, und nun verlassen sie mich. Wie bekomme ich mit eingebautem Rad den Faustsattel gängig, wenn er denn fest ist und mit was und wie schmiere ich den Bolzen am besten. WD40 ist da wohl nicht da ideal :-)
    Mit besten Grüßen
    Hannes
    PS: Wenn mir das zu kompliziert wird, kommt die Kleine in die Werkstatt!

  • Dürften die Kolben korrodiert sein...bissle putzen reicht da nicht..

    Einmal neue Zange bitte...geht auch gebraucht vom Spotmarkt hier im forum...mit bremse spielt man nicht.da hängt dein leben dran

  • Ich für mich persönlich würde erst mal den Sattel ausbauen, zerlegen und inspizieren. Ich sehe jetzt nicht, warum der Sattel zwingend hinüber sein sollte. Ein Gebrauchtteil, von Privat oder auch von einer Altmaschine vom Teilehändler erworben, ohne vollständige Prüfung einzubauen ist mindestens riskant, weil man die Historie nicht kennt. Da können schrottreife Kolben verbaut sein, Dichtungen fehlen.....


    Außerdem kann´s genauso gut - und m.E. sogar wahrscheinlicher - die hintere Bremspumpe sein, die festsitzt und dann überholt werden müsste.


    Was der TO da beschreibt ist ein Bremsbelagwechsel. Für eine Reinigung des Systems müssen die Kolben raus, dann kann man auch gleich neue Kolbendichtungen verbauen und die Kolben auf schlimme Riefen prüfen. Kupferpaste hat auf der Rückseite der Beläge m.E. nix zu suchen; wenn überhaupt dann Antiquietsch-Paste, aber wenn Bleche dahinterliegen ist m.V. gar nichts nötig.


    Wer das nicht wirklich selbst kann, bringt das Mopped zum Fachmann; Pfusch an der Bremse kostet ggf. das Leben, wie mein Vorredner schon richtig sagte.


    Und wer schmodderige Kolben beim Belagwechsel ohne vorherige Reinigung zurückdrückt, wird mit so was auch gerne vom Mopped-Universum bestraft.....

    Meine Beiträge geben meine private Meinung wieder ohne Anspruch auf sachliche Richtigkeit.

  • Was ICH machen würde : Bremsflüssigkeit ablasse , Komplett zerlegen , reinigen , neue Dichtungen , zusammenbauen und neu entlüften . fertig .


    Ich spiele nicht mit der Bremse , ich habe respekt vor der Arbeit daran aber ich weiß was ich tue .



    Oesie

  • Du müsstest erstmal rausfinden, ob der Sattel selbst hängt oder der Bremsbelag / Kolben.


    Für ersteres:

    Der Bremssattel ist ja schwimmend gelagert und kann sich daher seitlich verschieben. Wenn das fest sitzt kommt es zu einer einseitigen Abnutzung der Beläge und im schlimmsten Fall zu einer dauerschleifenden Bremse.

    Belesen kannst du dich zum Beispiel hier

    Pflegt Eure hinteren Bremssattelführungen....

    Wie man sieht ist das Thema schon 13 Jahre alt.


    Für letzteres kann es entweder sein, dass der Hauptbremszylinder den Druck nicht frei gibt weil der irgendwo hängt, dann wären beide Bremsbacken noch angedrückt (angenommen, dass du nicht mehrere Probleme gleichzeitig hast). Es kann auch sein, dass der Kolben selbst nicht vernünftig zurück geholt wird. Dann wäre das Problem im Bremssattel.

    Und wie Chris schon richtig gesagt hat: einfach ein gebrauchtes Teil rein hauen löst nicht zwingend das Problem. Kann sein, dass da Dichtungen porös sind oder Kolben / Führung verrostet etc.


    Was ich persönlich machen würde: als erstes gucken, wo das Problem liegt. Bremsbeläge einseitig abgenutzt spricht für die Bremssattelführung, die kann man sich angucken. Siehe verlinkter Beitrag oben. Auch mal probieren, ob du den Bremssattel auf seiner Führung seitlich verschieben kannst. Aber der hat nicht extrem viel Spiel also genau drauf achten. Einfach mal mit Kraft in eine Richtung drücken und dann auf die Bremse. Dabei sollte der Sattel sich verschieben.

    Hauptbremszylinder kannst du prüfen, indem du ihm zuschaust. Wenn du den Bremshebel los lässt und der geht extrem langsam zurück dann dürfte das der Hauptbremszylinder sein. Der war bei mir mal defekt. Auch mal unter die Gummitülle unten wo die Schubstange rein geht gucken. Meiner war da mal komplett verrostet und musste getauscht werden. Wenn er normal schnell zurück geht und die Schubstange gut aussieht dürfte es der Sattel sein.

    Wenn du die Beläge gerade nicht auseinander bekommst dann würde ich jetzt den Sattel ausbauen und mit eingebauten alten Belägen (die danach entsorgt werden müssen!) mit einem großen Schraubendreher dazwischen gehen und aufhebeln. Dabei werden die Beläge beschädigt aber wenn die eh weg kommen ist das ja egal. Dann Sattel wieder anbauen und die oben beschriebenen Tests machen. Auf keinen Fall die Bremse treten wenn der Sattel ausgebaut ist! Dann rutscht der Kolben raus und die Bremsflüssigkeit läuft dir übern Schoß.


    Vielleicht hat ja jemand anders noch weitere Tipps für die Diagnose. Ich hab eine Bremse bisher noch nie zerlegt, daher kann ich da nicht wirklich aus Erfahrung sprechen. Konnte meine Probleme bisher immer ohne zerlegen lösen. Und den Tausch des Hauptbremszylinders damals hab ich machen lassen, damals hab ich mich noch nicht selbst ran getraut.

  • Das unterschreibe ich, ohne wenn und aber.

    An Bremsanlagen habe ich bisher alles gemacht, wirklich geholfen haben immer nur die Rundumschläge.....

    Wobei: Neuer Sattel? Eher nicht....Dichtsatz vom freundlichen schon

    Aber geht ja an einen Profischrauber :-)

    Gruß

    Helmut

    Ich bin kein Biker und ich fahre kein Mopped

  • Scheibe ist noch gut - ich bin Korinthenkacker und höre Flöhe husten :-)


    Besser so...

    Ich humple seit Karfreitag 2018..(Ostertreffen F 650 )

    Beilsteiner Berg isse mir hinten zu unterm fahren...

    Endstation Leitplanke. .

    Neue Bremse von meiner Organspenderin und neue Blinker. .die Kratzer am.Moped bleibe..so wie auch der steife Haxen. ..


    Gruß

    Rolf

  • Dürften die Kolben korrodiert sein...bissle putzen reicht da nicht..

    Einmal neue Zange bitte...geht auch gebraucht vom Spotmarkt hier im forum...mit bremse spielt man nicht.da hängt dein leben dran

    Ist das keine Plastik Kolben?

    Aprilia Pegaso – Plastik, egal wie lange gammelt – alles säubern, neue dichtsatz, Goooo!!!

  • Dürften die Kolben korrodiert sein...bissle putzen reicht da nicht..

    Einmal neue Zange bitte...geht auch gebraucht vom Spotmarkt hier im forum...mit bremse spielt man nicht.da hängt dein leben dran

    Ist das keine Plastik Kolben?

    Aprilia Pegaso – Plastik, egal wie lange gammelt – alles säubern, neue dichtsatz, Goooo!!!

    Brembo und Plastekolben...wär mir neu..

  • Dürften die Kolben korrodiert sein...bissle putzen reicht da nicht..

    Einmal neue Zange bitte...geht auch gebraucht vom Spotmarkt hier im forum...mit bremse spielt man nicht.da hängt dein leben dran

    Ist das keine Plastik Kolben?

    Aprilia Pegaso – Plastik, egal wie lange gammelt – alles säubern, neue dichtsatz, Goooo!!!

    Brembo und Plastekolben...wär mir neu..

    Sorry, bin nur Hobby schrauber, kann nur von eine Aprilia Pegaso 650ml, Bj 1998, sprechen.

    Da sind Plaste Dinge. Ich wusste bis Datum nicht das sowas gibt...:whistle:

    Event. nicht original?

  • Der hintere Bremssattel der F650GS ist so eine Sache.

    Das passiert immer mal, dass die Dinger nicht ganz das tun, was sie sollen.


    Sind ja auch schon etwas älter !


    Wir hatten "das Problem" auch (an der F650GS meiner Frau) !

    Ich hatte sicherheitshalber einen gebrauchten Bremssattel beschafft.

    Aber den alten trotzdem erst mal komplett zerlegt (klappt am besten mit Druckluft-Unterstützung ... aber bitte gaaaaaanz vorsichtig, sonst fliegt der Bremskolben durch die Garage ....) und liebevoll gereinigt.

    Zur Montage die Dichtung und den Kolben liebevoll mit "Bremskolben-Fett" eingerieben ... und ... oh Wunder ... das grenzte fast an Selbstheilung !

    Die Teile scheinen schnell zickig zu werden, wenn zu viel Dreck die Dichtung schwergängig macht.

    Danach wurde die Maschine wieder ca. 3000km gefahren und alles ist seit dem ok.


    Der Ersatzbremssattel liegt noch gereinigt im Ersatzteilhort, denn es gibt noch zwei weitere F`chen in unserer "Sammlung" ...

    Meine F650GS-Dakar quietscht ab und zu von der hinteren Bremse ... im nächsten Winter, oder zwischendurch in diesem Sommer, nehme ich mir mal den Bremssattel vor !

    Grüße aus Plattdeutschland

    Stephan

  • So, hier kommt der aktuelle Stand:

    Das Motorrad habe ich von einem Händler, der vorher einen "Service nach BMW-Vorgaben gemacht haben will. Mein normaler Schrauber, der aus Krankheitsgründen ein wenig kürzer getreten hat ist zum Glück wieder im Rennen und hat sich des Kälbchens angenommen:

    • Bremskolben hinten fest
    • Bremsschlauch zugegammelt
    • Steckachse festgegammelt

    und als Nebenschäden

    • Benzinleitung undicht
    • Ölmenge viel zu hoch (ich habe noch eine mit Schauglas - sollte man sich nicht drauf verlassen)
    • sehr viele Kleinigkeiten (Dichtungen an Bowdenzügen, Gammel an Stellen die Service gereinigt werden sollten ....)
    • Bremsflüssigkeit von seltsamer Konsistenz (die haben die Bremsleitungen abgemacht um den Steuerkettenspanner zu ersetzen)

    Das paßt ganz gut in das Bild mit rein, dass auch andere Fahrzeuge (Motorräder wie Autos), die ich einmal bei ihm habe warten oder reparieren lassen, ziemliche Mängel in der Arbeit aufweisen. Das merkt man als Wenigfahrer allerdings nicht sofort, nach der Winterpause ist dann aber viel kaputt. Und die Verweigerung der Gewährleistung bei der neu gekauften Beta Alps 4.0 war dann der letzte Schuß, dass ich dort nicht mehr hingehe ...


    Mit besten Grüßen
    Hannes Fischer

  • So, hier kommt der aktuelle Stand:

    Das Motorrad habe ich von einem Händler, der vorher einen "Service nach BMW-Vorgaben gemacht haben will. Mein normaler Schrauber, der aus Krankheitsgründen ein wenig kürzer getreten hat ist zum Glück wieder im Rennen und hat sich des Kälbchens angenommen:

    • Bremskolben hinten fest
    • Bremsschlauch zugegammelt
    • Steckachse festgegammelt

    und als Nebenschäden

    • Benzinleitung undicht
    • Ölmenge viel zu hoch (ich habe noch eine mit Schauglas - sollte man sich nicht drauf verlassen)
    • sehr viele Kleinigkeiten (Dichtungen an Bowdenzügen, Gammel an Stellen die Service gereinigt werden sollten ....)
    • Bremsflüssigkeit von seltsamer Konsistenz (die haben die Bremsleitungen abgemacht um den Steuerkettenspanner zu ersetzen)

    Das paßt ganz gut in das Bild mit rein, dass auch andere Fahrzeuge (Motorräder wie Autos), die ich einmal bei ihm habe warten oder reparieren lassen, ziemliche Mängel in der Arbeit aufweisen. Das merkt man als Wenigfahrer allerdings nicht sofort, nach der Winterpause ist dann aber viel kaputt. Und die Verweigerung der Gewährleistung bei der neu gekauften Beta Alps 4.0 war dann der letzte Schuß, dass ich dort nicht mehr hingehe ...


    Mit besten Grüßen
    Hannes Fischer



    Uuups...mehr als ich blind ahnte

    Das heisst einmal Großputz bitte..

    2.2 L ...ist soll...mehr drin bläste in lufi

    Neue bremsleitunge

    Neue Zange komplett und noch paar kleinigkeiten...DOT 4 dazu...

    Das leppert sich

    Hoffentlich wars Kälble günstig im kauf. .

    Und bezüglich Dealer...

    Was glaubsch warum ich stinkig auffen

    BMW MOTORRADHAUS STILGENBAUER bei mir im Nachbardorf bin...versteh dich vollkommen Hannes

  • zu viel Öl muss man vorsichtig mit sein. Es kann durchaus sein, dass der alte zu viel rein geschüttet hat, weil er falsch gemessen hat. Es kann genauso sein, dass der Schrauber jetzt falsch gemessen hat und dadurch fälschlicherweise zu viel Öl diagnostiziert hat. Ölstandskontrolle an der F ist so eine Wissenschaft für sich.. Normalerweise misst man aber weniger, als tatsächlich drin ist, daher wäre Fall 1 der denkbarere. Es sollte aber unbedingt nochmal nach richtiger Prozedur gemessen werden, bevor einfach Öl abgelassen wird. Zu wenig Öl wäre nämlich schlimmer als zu viel.


    Richtige Prozedur heißt: Motor betriebswarm (=mindestens 20 Minuten Fahrt, einfach nur im Leerlauf laufen lassen genügt nicht!), Motorrad gerade hinstellen und kurz warten (1-2 Minuten). Dann ins Glas schauen. Gerade hinstellen ist beim Schauglas besonders wichtig. Beim Glas wird mit leicht schräg stehendem Motorrad gerne zu viel oder zu wenig Öl festgestellt.

  • Ölstandskontrolle an der F ist so eine Wissenschaft für sich.. Normalerweise misst man aber weniger, als tatsächlich drin ist, daher wäre Fall 1 der denkbarere. Es sollte aber unbedingt nochmal nach richtiger Prozedur gemessen werden, bevor einfach Öl abgelassen wird

    Ganz einfach läßt der selbstschraubende Zimmermann komplett ab samt Ölfilter und befüllt korrekt neu,Dann gibt´s auch keine Fehlmessung..und recht ähnlich verfahren alte Schraubermeister mit analogen Meßbechern......Zumal es Kälble berühtigt ist fürn Ölverbrauch von 0,2L pro 10.000 km....also eher marginal

  • Einspruch euer Zimmermann ;)

    bei einem Ölwechsel wird 150ml weniger als die angegebene Menge eingefüllt.
    Mit 50ml wird der neue Ölfilter getränkt und die restlichen 100ml bleiben zum Nachfüllen stehen

    Du bekommst niemals auch wenn du noch so lang wartest und das Moped hin und her kippst alles Öl aus dem System. bei einem Ölwechsel werden fast alle Motorräder überfüllt was aber auch normal kein Drama ist. Trockensumpsysteme werden aber meist stärker überfüllt weil systembedingt eine größere Menge "Altöl" im System bleibt. Wers nicht glaubt kann ja mal die Menge messen die er beim Ölwechsel auffängt aber wundert euch nicht, das kann gern auch mal mehr als 200ml sein die drin bleiben...

    Das war das Wort zum Sonntag vom selbstschraubenden Eisenbahner :wave: