Bremse vorne baut nicht richtig Druck auf

  • das gleiche passiert im blut mit stickstoff bei der taucherkrankheit.

    Es geht hier doch nicht um das Lösen von Stickstoff in Blut, das hauptsächlich aus Wasser besteht, sondern im das Lösen in Monomethylethern und Mono-n-butylethern des Triethylenglykols und des Pentaethylenglykols, das kann man duch nicht einfach übertragen ! Ich habe aber nichts zur Lösung von Luftbestandteilen in diesen Stoffen gefunden - vielleicht hilft ein Chemiker.

    Wasser sollte jedenfalls kein Teil der frischen Bremsflüssigkeit sein, die der Fragesteller eingefüllt hat.


    wenn du mit der bremse 'pumpst', heisst mehrmaliges kurzes treten hintereinander verringert sich der hebelweg genau durch den löse-effekt, wenn luft im system ist, oder fading wg.dampfblasen auftritt.

    Auch das stellt Wikipedia anders dar:

    Durch wiederholtes und schnelles Nachtreten des Pedals kann die Bremswirkung zumindest teilweise wiederhergestellt werden. Ein Tandem-Hauptbremszylinder, der in sehr vielen handelsüblichen Fahrzeugen verbaut wird, ist konstruktiv so gestaltet, dass durch die Nachlaufbohrung eine Umströmung der Manschette ermöglicht wird und somit die Bremsflüssigkeit aus dem Ausgleichsbehälter nachgepumpt werden kann. Infolgedessen wird der Expansionsraum der Dampfblasen wieder verringert und die notwendige Bremskraft zur Verzögerung kann sukzessive wieder aufgebaut werden.

  • sers,


    Es geht hier doch nicht um das Lösen von Stickstoff in Blut, das hauptsächlich aus Wasser besteht, sondern im das Lösen in Monomethylethern und Mono-n-butylethern des Triethylenglykols und des Pentaethylenglykols, das kann man duch nicht einfach übertragen ! Ich habe aber nichts zur Lösung von Luftbestandteilen in diesen Stoffen gefunden - vielleicht hilft ein Chemiker.

    jetzt wirds richtig theoretisch:

    auszug aus der wikipeda:

    Zitat

    Das Henry-Gesetz besagt, dass der Partialdruck eines Gases über einer Flüssigkeit direkt proportional zur Konzentration des Gases in der Flüssigkeit ist.

    somit auch für luft/wasserdampf in bremsflüssigkeit, da das gesetz allgemeingültig ist.

    und:

    Zitat

    Strenggenommen sind Henry-Konstanten nur für kleine Partialdrucke und für verdünnte Lösungen gültig. Zudem darf das gelöste Teilchen nicht mit dem Lösungsmittel reagieren, wie Kohlenstoffdioxid mit Wasser, da sonst das Gleichgewicht gestört wird.

    also gilt das auch für bremsflüssigkeit, egal aus was immer die besteht.

    das das polyglykole sind, ist mir bekannt. hab mal chemie studiert, aber nur kurz….


    alles in allem ist mir das jetzt schnurzegal und ich hör auf, den thread mit luftblasen zu füllen🤭. da gibts schon genügend von. 😈

    ralph

  • Zitat von Bremsflüssigkeit – Wikipedia
    Durch wiederholtes und schnelles Nachtreten des Pedals kann die Bremswirkung zumindest teilweise wiederhergestellt werden. Ein Tandem-Hauptbremszylinder, der in sehr vielen handelsüblichen Fahrzeugen verbaut wird, ist konstruktiv so gestaltet, dass durch die Nachlaufbohrung eine Umströmung der Manschette ermöglicht wird und somit die Bremsflüssigkeit aus dem Ausgleichsbehälter nachgepumpt werden kann. Infolgedessen wird der Expansionsraum der Dampfblasen wieder verringert und die notwendige Bremskraft zur Verzögerung kann sukzessive wieder aufgebaut werden.


    Das will sagen, dass der schnelle Rückzug des Haptbremszylinders schneller ein bestimmtes Volumen freigibt, als durch die Expansion der Luftblase aufgefüllt werden kann. Es entsteht dabei (trotz der Expansion der Luftblase) ein Unterdruck, der für ein Nachströmen von Bremsflüssigkeit durch die Ausgleichsbohrung sorgt und das anschliessende wiederum schnelle Betätigen der Bremse verschliesst die Ausgleichsbohrung, bevor die Luftblase sich wieder vollständig ausgedehnt hat. Durch dieses 'Pumpen' kann die Luftblase bis zu einem bestimmten Grad verkleinert und ein gewisser Bremsdruck aufgebaut werden. Die Betonung liegt aber in jedem Fall auf 'schnell', sonst funktioniert das nicht. Und nach ein paar Sekunden ohne Bremsbetätigung ist die Luftblase wieder vollständig expandiert und alles wieder wie vor dem 'Pumpen', man darf sich also nicht in falscher Sicherheit wiegen!

  • Das will sagen, dass der schnelle Rückzug des Haptbremszylinders schneller ein bestimmtes Volumen freigibt, als durch die Expansion der Luftblase aufgefüllt werden kann.

    Das ist zwar eine gute Formulierung statt der sehr schwer verständlichen Ausdrucksweise im Wikipedia-Artikel ... aber ob das so stimmt ?

    ich hör auf, den thread mit luftblasen zu füllen

    Nachdem Du das aber schon getan hast, hat mir das keine Ruhe gelassen.

    also gilt das auch für bremsflüssigkeit

    Was die Konstanten anbelangt, sind das Materialkonstanten, eben nicht gleich groß für Wasser und für Bremsflüssigkeit.


    Google hat mir aber eine wissenschaftliche Arbeit zu diesem Thema gefunden, so umfangreich, dass man schon zum Überfliegen länger braucht, besonders natürlich wenn man - wie ich - im Thema nicht zu Hause ist: https://mediatum.ub.tum.de/doc/1575351/1575351.pdf

    Diese Bachelor-Arbeit an der TU München hat genau das Thema untersucht, wie sich Luft in der Bremsflüssigkeit einer Motorrad(!)-Bremse löst und auch wieder entlöst. Abgesehen von den für den Laien schon komplexen Theorien verweist der Verfasser an verschiedenen Stellen auf eklatante Unterschiede zwischen Theorie und seinen Versuchsergebnissen.


    Wenn ich eins aus dieser Arbeit mitgenommen habe, dann dass das Lösen und Entlösen viel zu langsam geht (nämlich über Stunden), als dass es den Effekt beim Pumpen erklären könnte. Bei einem hohen Druck über Stunden hinweg, wie ja weiter oben im Thread empfohlen wurde, können sich wohl doch (und damit anders als ich dachte) relevante Luftmengen lösen und damit etwaige Luftblasen mindestens teilweise absorbiert werden. Das wäre allerdings kontraproduktiv, weil diese Luft bei entlasteter Bremse in ähnlichen Zeiträumen wieder frei wird. Die (wenige) bei normalem Druck gelöste Luft stört jedoch die Funktion nicht.


    Wie vielen wissenschaftlichen Arbeiten fehlt ihr ein bisschen der Praxisbezug, durch fehlende Aussagen darüber, was die Erkenntnisse praktisch bedeuten.

  • Ich habe jetzt mal den Zylinder/Kolben vom Hebel ausgebaut, und ich schätze mal der soll so nicht aussehen oder?

    Also - ich erkenne auf Deinen Bildern die Druckstange, die zwischen Handhebel und Bremskolben sitzt, aber keinen Bremskolben...


    Der sitzt weiter innen im Handbremszylinder, und zu dessen Demontage muss ein Seegerring entfernt werden...

  • Ich sehe nach wie vor nur die Druckstange - und den Lagerbolzen des Handbremshebels...


    Bitte nicht persönlich nehmen - aber wenn Dir Aussehen, Unterschied und Funktion von Druckstange und Bremskolben nicht 100%ig klar sind, solltest Du Dir vielleicht jemanden zur Hilfe holen, der sich mit (Motorrad-) bremsen gut auskennt. Im Interesse Deiner Sicherheit - und der, der anderen Verkehrsteilnehmer!

  • Ist alles gerade im Ultraschallreiniger. Lohnt es sich den Bremssattel auch zu warten? Die Kolben lassen sich zurückdrehen und bewegen sich beim pumpen.

    Ich sehe viel Staub und "Härchen und anderes am Bremszylinder (das Ding mit den Gummimanschetten). Auch im Ausgleichbehälter hat es Fitzelchen und Dreck. Das gehört weder an das eine noch in das andere.

  • Lohnt es sich den Bremssattel auch zu warten?

    Ja,..... die Führungsbolzen.

    Die auf jeden Fall - und wenn man schon beim Großreinemachen ist und sich an anderer Stelle Verunreinigungen zeigen, sollte man auch alles säubern. Jeglicher Schmutz gehört nun mal nicht in die Bremshydraulik!


    Edit:

    Beim Zusammenbau darf kein mineralisches Schmiermittel an die Teile der Hydraulik gelangen - dafür gibt es spezielle Pasten, z.B. von ATE.

  • Also wenn der Geberzylinder so mistig war würde ich nicht darauf wetten das der Bremszylinder innen besser aussieht . Wenn Du grad dabei bist mach das komplett und Du kannst die Baustelle für längere Zeit abhacken.


    Oesie