Spritverbrauch F650 CS

  • Hallöchen,


    ich habe auf Spritmonitor mehrere Leute gesehen die es wohl irgendwie schaffen auf 2.6l / 100km zu kommen...

    https://www.spritmonitor.de/de/detailansicht/621248.html


    Ebenfalls sah ich, dass jemand mit einer GS unglaubliche 700km mit 14 l Sprit weit kam. Wenn ich ambitioniert mit meiner CS fahre, kann ich nach 200km 11 Liter nachtanken :(

    Dabei fahre ich ja nicht ständig auf Vollgas, sondern halt immer mal wieder kürzere Beschleunigungsphasen. Ist da vielleicht was nicht in Ordnung? Maschine läuft sonst einwandfrei, springt sofort an und hat mich nie im Stich gelassen.


    Ich würde gerne was testen. Wie kann ich mega sparsam fahren? Ich möchte dann schauen wie sich mein Verbrauch verändert. Habe mich jetzt auch auf Spritmonitor angemeldet und werde ab der nächsten Tankfüllung eintragen. Primzipiell könnte man z.B. meinen, dass bergab rollen im 5. Gang keinen Sprit verbraucht. Was habt ihr für Tips und Hinweise?


    Liebe Grüße,

    Jan

  • Bergab Rollen kostet tatsächlich wenig oder keinen Sprit, je nach Motorrad bzw nach Motorsteuerung. Die F hat meines Wissens keine 0-Schubabschaltung, sondern es wird immer noch ein bisschen Sprit eingespritzt. Aber du kannst ja schlecht nur noch bergab fahren, du musst ja irgendwann auch wieder hoch.

    Was schon mal einen merklichen Unterschied macht ist ob du die mit Doppelzündung oder die mit Einzelzündung hast. Die mit Doppelzündung verbraucht merklich weniger Sprit. Dann gibt es auch noch unterschiedliche Softwareversionen auf dem Motorsteuergerät, aber darauf hast du natürlich wenig Einfluss. Ganz generell ist einem niedrigen Verbrauch förderlich:

    - gleichmäßig fahren (abruptes beschleunigen oder Bremsen vermeiden)

    - niedrige Geschwindigkeit

    - niedrige Drehzahl (hoher Gang)

    - möglichst viel Motorbremse nutzen, wenig aktiv Bremsen

    - kein Leerlauf also nicht durch die Stadt fahren, jede Ampel kostet Sprit ohne einen Meter zu fahren


    Spritmonitor ist ne feine Sache, nutze ich an der F schon seit 40.000km. Aber man muss das auch richtig eintragen. Bei denen mit absurd niedrigen Verbräuchen wurden normalerweise Betankungen vergessen. Dann wurde bei 10.200km eine Betankungen eingetragen, bei 10.500 die wurde vergessen und bei 10.800 die wurde dann wieder eingetragen und dann denkt Spritmonitor, dass man 600km mit einer Tankfüllung gekommen wäre. Das ist aber absurd. Einzelverbräuche unter 3 L sind möglich aber selten. Im langfristigen Schnitt kommt man auf keinen Fall unter 3. 3,5 bis 4 sind mit der Doppelzündung realistisch, mit Einzelzündung eher noch darüber.

  • Hallo Jan,

    ich selbst fahre eine G650GS (mit Doppelzündung) und denke, dass ich relativ sparsam unterwegs bin (mein Durchschnittsverbrauch auf 50000km beträgt 3,35 ltr/100 im). Eine vorausschauende Fahrweise mit wenig oder keiner Nutzung der Bremse (also nicht aktiv den Bremshebel betätigen) und sanftes Beschleunigen sind Vorrausetzung für einen niedrigen Verbrauch. Deine Maximalgeschwindigkeit bewegt sich dann auch im Bereich von 80-90 km/h.

    Weitere Faktoren sind die Außentemperatur (je kälter, desto höher der Verbrauch) und deine Reifen. Seit ich den Heidenau K60 Scout fahre, ist mein Verbrauch um ca. 0,2 bis 0,3 ltr/100 km gestiegen. Meinen Minimalverbrauch von 2,81 ltr habe ich mit dem Metzeler Tourance erreicht bei 30°C und rollen auf de Landstraße mit Tempo 80.

    Viele Grüße

    Bernd

  • Viele Faktoren beinflussen den Spritverbrauch


    1. der Fahrer, vorausschauendes Fahren, keine extreme Beschleunigungen, keine hohe Geschwindigkeiten, kein Bremsen wenn möglich usw.

    2. technischer Zustand des Moppeds (Luftfilter, Zündkerze, Temperatursensor, Software, keine schleifenden Bremsen ....)

    3. Reifen: Typ + Luftdruck (extrem hoher Luftdruck ist zwar gut für den Verbrauch, aber nicht für die Sicherheit)

    4. Verwendung: auf Langstrecke braucht man weniger Sprit als auf Kurzstrecke, über Land weniger als in der Stadt

    5. usw. .....


    Also meine Dakar (Bj. 2001) braucht so zwischen 3.5-4.0 L/100km, Softwareupdate nach einer Panne (Batterie) in den Seealpen. Davor waren es so ca. 4.5-5 L/100km.


    Falls alles nicht hilft den Verbrauch zu senken, fahr über Land durch die Schweiz und halte dich an die Verkehrsbestimmungen. Dort habe ich meinen bisher niedrigsten Verbrauch von 3.1 L / 100km erreicht, aber Spass hat es keinen gemacht.

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  • Die CS verbraucht lt. Werksangabe ca. 3 l / 100 km - bei Tempo 90. Und 4,4 l bei Tempo 120. Ein Verbrauch von 5,5 l halte ich für erheblich zu hoch. Wenn kein technischer Fehler vorliegt, dann wird es wohl an der Fahrweise liegen... Die CS ist ausreichend agil bei Drehzahlen zw. 3.000 und 4.000/min. Dauerhaft oberhalb dieses Drehzahlniveaus zu fahren treibt nur den Verbrauch in die Höhe.


    Ich hatte immer Verbräuche zw. 3,3 - und 3,6 l / 100 km. Eine "2" vor dem Komma hatte ich ein einziges Mal gehabt: als wir vor Jahren mal eine Ausfahrt machten, bei der eine 125er-Bremse dabei war. :giggle:

    --- Diskutiere nie mit jemandem, der 6 Gläser Vorsprung hat! ---

  • Hallo Jan,


    Dein Zitat:


    ich selbst fahre eine G650GS (mit Doppelzündung) und denke, dass ich relativ sparsam unterwegs bin (mein Durchschnittsverbrauch auf 50000km beträgt 3,35 ltr/100 im).


    War im Mai/Juni mehrere t Kilometer mit der G 650 GS in Frankreich unterwegs und hatte genau den von Dir angegebenen Verbrauch. Die verwendeten Reifen: Tourance EXP und Pirelli Scorpion II. Leider stellte ich in letzter Zeit verstärkt KFR und einen unrunden Leerlauf fest, beide vorgenannten Symptome sind verschwunden, seit das Motorrad ambitionierter bewegt wird, beim Herausbeschleunigen aus Bergkurven und beim Überholen sind da schon mal öfter Drehzahlen um die 7000 -1 erreicht.

    Fazit: der kleine Einzylinder macht erst ab 4500 -1 richtig Laune, das KFR und der unrunde Leerlauf sind verschwunden, der Verbrauch liegt bei dieser Fahrweise um die 3,7 - 3,8 l, das ist mir der Spaß wert.


    bob-muc


  • Weitere Faktoren sind die Außentemperatur (je kälter, desto höher der Verbrauch)

    Woher genau hast du das? An sich ist nämlich kalte Luft dichter als warme, also mehr Sauerstoff bei gleichem Volumen. Ergo müsste sie bei kalten Temperaturen spritsparender laufen. Nur die Anfettung im Kaltstartbetrieb ist bei kalten Umgebungstemperaturen länger aktiv, daher ist dort der Verbrauch anfangs höher. Bei der F und ihrer elektrischen Regeltechnik macht ja nicht mal der Stromverbrauch einen Unterschied.

  • Ich habe gestern aktuell getankt.

    Nach ca. 250 km ging die Reservelampe an.

    Bei 266 km habe ich dann 11,3 l getankt, Verbrauch = 4,25 l (theor. Reichweite 353 km)


    Ich führe von Hand ein Fahrtenbuch und notiere mir da auch Inspektionen, Kerzenwechsel, Öl Nachfüllungen, etc.


    Über alles habe ich bei gefahrenen 9.600 km einen Durchschnittsverbrauch von 4,5 l.

    Kaum Autobahn, überwiegend Landstrassen, wenig innerstädtisch.


    Ich persönlich lege keinen grossen Wert auf einen supergeringen Spritverbauch, weil das Mopped für mich ein reines Freizeitvergnügen ist und ich

    da auch schon mal schneller unterwegs bin.


    Bei der MOTO 6|5 die ich noch habe sieht es etwas anders aus. Die habe ich seit Mai 2016 und da habe ich bis jetzt über alles einen Durchschnittsverbrauch

    von 7,7 l.

    Gleicher 650er Rotax Rumpfmotor wie bei der CS, allerdings Vergaser.

    Dass das viel ist, ist mir bewusst. Aber hier muss ich sehen, dass das Mopped läuft, sie ist auch zu fett eingestellt, aber besser als umgekehrt.

    Aber auch hier gilt für mich, Verbrauch spielt keine so grosse Rolle, Hauptsache sie läuft gut !:)


    DLzG

    Christoph

    10.572 km seit Aug 2013
    Invent your life

  • Moin,

    da kann ich auch endlich mal wieder meinen Senf dazugeben: GS, 2000, auf jetzt ca. 20000 km Durchschnitt 4,4l. Nie unter 4,0, manchmal fast 5 und ja, bei Kälte mehr! Genauso kenn ich es auch von allen bisherigen Autos seit 1982. Mehr Sauerstoff kanns also nicht bringen!

    Roger

  • Beim Auto hinkt der Vergleich aber auch sehr weil man im Winter oft ne andere (weichere) Gummimischung fährt. Manchmal auch ne andere Dimension. Bei meinem Auto ist der Verbrauch im Winter ca 0,3-0,5L niedriger weil ich statt 225/40-R18 im Winter 205/55-R16 fahre. Die dickere Luft sorgt natürlich auch für erhöhte Luftreibung. Ab einer gewissen Geschwindigkeit wird das die Vorteile bei der Zylinderfüllung wahrscheinlich wieder aufheben

  • Also das PKW's im Winter weniger Sprit verbrauchen sollen ist mir vollkommen neu.


    Hans Georg Marmit, Kraftfahrzeugexperte KÜS:


    Tatsächlich steigt der Spritverbrauch im Winter in der Regel an – aus mehreren Gründen. Zum einen braucht der Motor bei niedriger Lufttemperatur länger, bis er auf Betriebstemperatur kommt. Bis es soweit ist, läuft er weniger effizient. Besonders auf Kurzstrecken fällt das ins Gewicht; häufig wird der Motor dort gar nicht richtig warm. Das Warmlaufenlassen im Stand ist übrigens keine Lösung – zum einen ist es sowieso aus Umweltschutzgründen verboten, zum anderen verbraucht das Aggregat dabei extrem viel Sprit, ohne dass das Fahrzeug einen Nutzen erbringt.


    Ein weiterer Faktor ist, dass im Winter einige Stromverbraucher aktiver sind als im Sommer. Angefangen bei Beleuchtung und Scheibenwischanlage. Bei tiefen Temperaturen sorgen zudem Sitz- und Scheibenheizung sowie beheizbare Außenspiegel für einen erhöhten Strombedarf. Da die Elektrizität letztlich vom Motor zur Verfügung gestellt werden muss, steigt der Verbrauch; wenn alle Verbraucher eingeschaltet sind kann bis zu einem Liter mehr Kraftstoff auf 100 Kilometern benötigt werden. Begrenzen lässt sich das, indem man etwa die elektrischen Heizfunktionen sofort abschaltet, wenn sie nicht mehr benötigt werden.


    Nicht zuletzt
    erhöhen auch Winterreifen den Verbrauch. Wegen ihrer weicheren Gummimischung und des Lamellenprofils haben sie einen höheren Rollwiderstand als Sommerreifen. Umso wichtiger ist der korrekte Luftdruck, welcher in regelmäßigen Abständen kontrolliert werden sollte. Ist zu wenig Luft im Reifen, erhöhen sich die Reibung und damit der Verbrauch.


    Demnach dürfte sich der Vorteil der schmaleren Winterreifen wieder durch erhöhten Rollwiderstand ausgleichen.

    Aber Respekt ! Ist mir in 41 Autofahrerjahren nicht gelungen.


    DLzG

    Christoph

    10.572 km seit Aug 2013
    Invent your life

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  • Weitere Faktoren sind die Außentemperatur (je kälter, desto höher der Verbrauch)

    Woher genau hast du das? An sich ist nämlich kalte Luft dichter als warme, also mehr Sauerstoff bei gleichem Volumen. Ergo müsste sie bei kalten Temperaturen spritsparender laufen. Nur die Anfettung im Kaltstartbetrieb ist bei kalten Umgebungstemperaturen länger aktiv, daher ist dort der Verbrauch anfangs höher. Bei der F und ihrer elektrischen Regeltechnik macht ja nicht mal der Stromverbrauch einen Unterschied.

    Interessante Theorie ....


    Dann mal ein Gedankenexperiment


    Zwei identische Motorräder (bis auf eine Kleinigkeit) mit identischen Fahrern (Kleidung, Gewicht etc.) fahren auf 2 identischen Spuren einer Autobahn in der norddeutschen Tiefebene mit der selben konstanten Geschwindigkeit z.B. 100 km / h bzw. 4000 U / min bei 30°C nebeneinander her.

    Eines der Motorräder hat zusätzlich einen idealen Ladeluftkühler (kein Gewicht, kein Energieverbrauch, kein Strömungswiderstand), der die Lufttemperatur z.B. um 20°C senkt.


    Wenn beide Motorräder mit der identischen Menge Sprit gestartet sind, welches bleibt als erstes mit Spritmangel liegen?

  • Mein Gedanke war, dass der Motor bei geringerer Temperatur und damit höherer Dichte der Luft bei gleicher Drehzahl mehr Leistung produzieren müsste. Damit würde eine geringere Drehzahl ausreichen. Das ist aber Blödsinn, weil die Drehzahl bei gleicher Geschwindigkeit ja gleich hoch sein müsste. Man muss nur die Drosselklappe weniger weit aufdrehen um die gleiche Geschwindigkeit zu halten. Drehzahl und Verbrauch bleiben aber gleich.

    Im Winter würden sich aufgrund der höheren Dichte der Luft höhere Spitzenleistungen erreichen lassen aber das hat ja mit dem Teillastbetrieb nix zu tun. Da war ich auf'm falschen Dampfer. Im Gedankenexperiment wäre also bei konstanter Geschwindigkeit kein Verbrauchsunterschied, aber wenn beide voll das Gas aufziehen wäre die mit Luftkühler schneller.


    Bei mir ist's wie gesagt so mit dem Auto im Winter. Ich hab mich auch über den Verbrauch gewundert und dann mal überlegt, woran das liegen könnte. Ich fahre vor allem Langstrecke und hab wenig zusätzliche Verbraucher an. Heckscheibenheizung brauch ich dank Garage nicht.

    Der Absatz mit der Elektrik trifft aber auf die F nicht zu. Autos haben eine regelbare Lichtmaschine, also sie produzieren mehr Strom, wenn mehr gebraucht wird. Die F hat eine Lichtmaschine, die immer gleich viel Strom produziert. Das, was an Strom verbraucht wird, wird eben verbraucht und der Rest wird im Regler einfach in Wärme umgewandelt. Im Sommer wenn die Griffheizung nicht läuft wird mehr Strom in Wärme umgewandelt und im Winter eben weniger.

  • Im Gedankenexperiment wäre also bei konstanter Geschwindigkeit kein Verbrauchsunterschied, aber wenn beide voll das Gas aufziehen wäre die mit Luftkühler schneller.

    sehe ich auch so


    Bei mir ist's wie gesagt so mit dem Auto im Winter. Ich hab mich auch über den Verbrauch gewundert und dann mal überlegt, woran das liegen könnte. Ich fahre vor allem Langstrecke und hab wenig zusätzliche Verbraucher an. Heckscheibenheizung brauch ich dank Garage nicht.

    da in den meisten Autos vorhanden, Klimaanlage?

  • Läuft immer im Auto Modus mit. Hat allerdings eine Regelung über ein Umlaufventil. Also der Kompressor hat keine Kupplung sondern dreht immer voll mit. Wenn die Klima nicht benötigt wird öffnet aber ein Ventil, das den Auslass des Kompressors wieder zum Einlass führt. Dadurch wird kein richtiger Druck im System aufgebaut und dadurch sinkt der Energiebedarf im Winter etwas. Allerdings wird die Klima beim Scheiben belüften Modus auf volle Kanne hochgefahren, weil die gekühlte Luft trockener ist. Und den nutzt man ja eigentlich nur im Winter