neues Kettenkit

  • Hallo,


    ich breche im april zu einer langen reise von marokko bis berlin auf, insgesamt wird es ca. 7000 km weit gehen. aktuell ist meine kette ca. auf 2/3 ihrer lebensdauer. meine idee wäre nun, die staubige startepisode in marokko noch mit der alten kette zu bestreiten und dann, nach dem übersetzen nach europa in spanien oder portugal eine werkstatt für einen kettenwechsel aufzusuchen. dafür würde ich gerne das kettenkit bereits bestellen und mitnehmen.


    leider habe ich vom thema kettenwechsel keine ahnung und würde ich mich daher sehr über empfehlungen freuen, welches kettenkit ich kaufen sollte, gerne mit link zu dem anbieter, den ihr empfehlt. der preis spielt dabei schon eine rolle, aber es sollte eine ordentliche sein.


    speziell interessiert mich also:


    1) welches kit macht sich erfahrungsgemäß gut auf der maschine?

    2) welche vor und nachteile gibt es bei den unterschiedlichen verschlusstechniken?

    3) kennt jemand aus eigener erfahrung die standard zähnezahl für meine maschine?

    4) empfehlt ihr bei dieser operation auch noch andere teile als die kette und die beiden räder direkt mitauszutauschen (lager etc.)?


    meine maschine ist eine f650GS einzylinder Mü von 2005 mit werksseitiger tieferlegung.


    danke schonmal im voraus :)


    vg,

    j.

  • Ich hol meine immer von DID über http://www.mykettenkit.de

    Die sind bezahlbar (etwas über 100 Euro fürs gesamte Kit) und man kann sich die Übersetzung beliebig zusammenstellen

    Verschlusstechniken:

    Gibt ja eigentlich nur Kettenschloss oder genietet (auch endlosketten sind genietet). Vorteil Schloss ist, dass du die Kette quasi an jedem Ort zu jeder Zeit tauschen kannst. Nachteil ist, dass das Schloss nicht so hohe Kräfte abkann wie der Rest der Kette und du dir damit quasi ein vordefiniertes schwächstes Glied einbaust. Ist aber gemäß Erfahrungen hier im Forum bei der Leistung der F unkritisch. Sowas wird bei 100+PS wichtig, bei 50 is das nicht so wild.

    Wichtig beim Schloss ist noch, dass du es unbedingt richtig rum einbauen musst, sonst kann sich das in der Fahrt öffnen.

    Für genietete Ketten braucht man Spezialwerkzeug, das aber eigentlich jede Motorrad Werkstatt haben sollte (Kettennieter).

    Endlosketten sind mein persönlicher Favorit aber dafür musst du die Schwinge ausbauen.

    Was man sonst noch mitmacht:einer der Gründe warum ich endlos nehme ist, weil dafür die Schwinge raus muss. Dann kann man die Lager nämlich mal nachfetten. Die Schwingenlager an der F rosten sehr gerne und sehr stark. Ob das jetzt was ist, was man einer Werkstatt im Ausland auftragen würde weiß ich nicht.


    Aber ganz wichtig: wie kommst du auf die 2/3? Verschleiß ist normalerweise nicht proportional sondern eher exponentiell (anfangs sehr wenig und mit steigender Laufleistung immer stärker). Also wenn jetzt wirklich 2/3 der Toleranz erreicht sind (wobei auch das bei einer Kette eher schwierig zu bestimmen ist), sind normalerweise schon mehr als 2/3 der Laufleistung erreicht. Gerade ketten Verhalten sich wohl typisch maschinenbaulich: auf den ersten 1000km gibt es ein bisschen Längung, dann viele 1000km gar nichts und wenn sie dann wieder anfängt sich zu längen ist der Tausch sehr nahe (<3000km)

    Und ich würde gerade für das sandige Stück mit eher mäßiger Infrastruktur (Rettungsdienste und Werkstätten) sicher gehen wollen, dass die Kette nicht auf einmal überspringt. Also eher vorher tauschen.


    Alex

  • Mir ist es noch nie gelungen die Kettenlebensdauer vorauszusagen. Lange passiert nichts und wenn man dann die Kette nachspannen muss, geht es meist recht schnell zu Ende.
    Normal scheinen 20-30tkm pro Kettensatz zu sein. Bei mir ist es eher mehr (ohne Kettenöler), aber es gibt auch Leute, die bereits nach 10tkm die Kette wechseln müssen. Alles eine Frage der Pflege.

    Eine Kette wechselt man übrigens nie alleine, sondern immer zusammen mit Ritzel und Kettenrad. Original Übersetzung ist 16er Ritzel, 47er Kettenrad, 112er Kette.
    Du könntest z.B. diesen D.I.D. 520 VX2 - Satz nehmen. Ich habe mit Kettenmax gute Erfahrungen gesammelt und die Übersetzung kann man kostenneutral ändern sofern gewünscht.

    Für eine "Endloskette" muss die Schwinge raus. Das ist bei der F650 GS aber ohnehin empfehlenswert, da die Schwingenlager regelmäßig inspiziert und neu gefettet/gewechselt werden sollten.
    Aus diesem Grund würde ich das auch unbedingt bereits zuhause erledigen.
    Es sei denn die Kette ist noch gar nicht so sehr am Ende. Dann würde ich die gesamte Tour mit dem alten Kettensatz fahren und dann erst tauschen. 7.000km ist ja nun keine wirklich lange Strecke für einen Kettensatz - normale Kettenpflege vorausgesetzt.


    EDIT: Da war der Alex wohl schneller und ich zu langsam...:wave:

  • hallo,


    erstmal danke für eure beiden antworten. und ihr habt natürlich recht, es ist besonders mir als laie schwer einzuschätzen wo die kette nun steht. ich hatte meine grobe 2/3 einschätzung auf folgende faktoren gestützt:


    - annahmegrundlage war, dass die kette im schnitt ca. 20k halten

    - die kette ist ca. 14k kilometer und zwei jahre alt

    - ich fahre eher vorsichtig und gleichmäßig mit wenig beschleunigung und verschleissfördernden dummheiten

    - ich pflege gewissenhaft und regelmäßig

    - die maschine kam grade aus der großen 40k inspektion. meine werkstatt tauscht wenn sie zweifelhafte teile findet auch eher aus als es so zu lassen. die kette fanden sie noch ok.

    - falls das aussagekräftig ist: die kleine zahl in dem "fenster" der schwinge steht auf 5-6. bedeutet das, das man sie noch bis 9 nachspannen kann?


    und vosse, dein hinweis mit werkstatt im ausland teile ich auch, daher war meine idee ja, alles so einfach wie möglich vorzubereiten. von daher liebäugele ich bei euren ausführungen nun dann eher mit der kettenschloßversion. für meinen ursprünglichen plan hätte für mich gesprochen, dass man nach der eher kurzen aber dreckigen afrkaepisode der reise (ca. 1500km) mit intensiver reinigung und kettentausch vielleicht besser vorbereitet in den langen teil der reise starten kann. und in den großen städten portugals oder spaniens eine werkstatt oberhalb der dorfschmiedklasse zu finden, sollte doch machbar sein.


    vg,

    j.

  • - annahmegrundlage war, dass die kette im schnitt ca. 20k halten

    - die kette ist ca. 14k kilometer und zwei jahre alt

    - ich fahre eher vorsichtig und gleichmäßig mit wenig beschleunigung und verschleissfördernden dummheiten

    - ich pflege gewissenhaft und regelmäßig

    - die maschine kam grade aus der großen 40k inspektion. meine werkstatt tauscht wenn sie zweifelhafte teile findet auch eher aus als es so zu lassen. die kette fanden sie noch ok.

    Unter diesen Voraussetzungen, würde ich nicht wechseln, sondern mit der alten Kette fahren.
    1.) Die Kette hatte bei der 40tkm-Inspektion nur 14tkm gelaufen, d.h. die erste Kette hat demnach 26tkm gehalten.

    2.) Du pflegst gewissenhaft und fährst nicht auf der letzten Rille.

    3.) Deine Werkstatt hält die Kette noch für gut und ist eher vorsichtig.

    4.) so ein Kettensatz wiegt auch eine Kleinigkeit. Das nimmt man nicht ohne Not auf eine längere Tour mit.


    - falls das aussagekräftig ist: die kleine zahl in dem "fenster" der schwinge steht auf 5-6. bedeutet das, das man sie noch bis 9 nachspannen kann?

    Das ist zwar theoretisch richtig, in der Praxis jedoch kaum aussagekräftig, da man eine Kette hoffentlich nicht so lange fährt bis sie so extrem gelängt ist.

  • - falls das aussagekräftig ist: die kleine zahl in dem "fenster" der schwinge steht auf 5-6. bedeutet das, das man sie noch bis 9 nachspannen kann?

    Die Kette ist am Ende der Lebensdauer, wenn sie mehr als 1% gelängt wurde. Ist dieser Punkt erst einmal erreicht, geht es in der Regel recht schnell mit der Längung weiter. Aus eigener Erfahrung sind allenfalss noch ein paar wenige hundert Kilometer möglich.

    Betriebsanleitung BMW GS 800 Adventure Bestell-Nr.: 01 40 8 544 200, 02.2013, 1. Auflage http://www.bmw-motorrad.com/co…nuals_main.html&notrack=1

    sowie D.I.D.

    http://www.didchain.com/DID_2016usa_final.pdf

    http://www.did-coltd.com/engli…ort/images/pdf/tec004.pdf

    http://www.did-coltd.com/engli…hnical_support/index.html

    Bei einer 5XX Kette ist der Abstand von Glied zu Glied 15,875 mm. (Die beiden anderen Zahlen bestimmen die Breite der Kette)


    Dazu bestimme man L in dem man L1 und L2 misst und denn Mittelwert bildet.

    Über 9 Glieder sind dies somit maximal L=144,30 mm, bzw. über 10 Glieder L=160,34 mm.


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  • okay, ich werde mich mal erkundigen, ob ich vor meiner abfahrt noch einen wechsel realisieren kann. stimmt vermutlich, man hat dann mehr ruhe und kanns besser genießen.

    tüv-einverständnis vorausgesetzt würde ich dann auch gleich mal das experiment wagen, auf eine etwas längere übersetzung zu ändern.


    hat jemand bereits erfahrungen mit 16/45 oder 17/47 gemacht?

  • der Ansatz ist interessant. Die Regel ist eigentlich, die Übersetzung an der F zu verkürzen - ich fahre zb mit 15/47, andere sogar mit 15/49 oder gar 14/XX, liegt daran, dass die Serienübersetzung auf der Straße super ist, fürs Gelände aber zu lang.

    Ein Autobahn-Fahrzeug ist die F so oder so nicht, aber da würde die längere Übersetzung positiv zur Geltung kommen.


    Und der TÜV mag das so oder so nicht. Dafür dann immer vorne schön das geschlossene Ritzel-Verhüterli drüber schrauben oder einen kulanten Prüfer haben.

    Den Hinweis auf Versicherungsschutz wegen Zulassungsrelevanter Änderungen gebe ich jetzt nicht :wink:

  • Runter mit der Kette, rauf mit einer neuen, und die bitte vernieten, nicht clippen, auch wenn das Schloss halt extra besorgt werden muss (Louis hat die Nietschlösser idR da). Das dauert ne halbe Stunde. Du willst doch nicht wirklich ne Kette plus Kettenräder plus Sicherungsblech mitschleppen weil du die alte Kette noch 1.000km auslutschen willst. Dann musst du ne Werkstatt suchen mit dremo und Nietwerkzeug und loctite.... Für lange Reisen ist ein Mopped vorher fertigzumachen.... Endloskette geht natürlich auch, kannst Du gleich die Schwingenlager fetten....


    Für Sandstrecken sinnvollerweise einen Öler der fett eingestellt den Sand abschleudert oder mit trockener Kette fahren und immer wieder mit einem ölgetränkten Lappen abwischen . Kettenfett ist da kontraproduktiv, das ist für Strassenbetrieb.

    Gruß aus Tel Aviv

    Chris

    Meine Beiträge geben meine private Meinung wieder ohne Anspruch auf sachliche Richtigkeit.

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  • Ich würde mich eher der Argumentation von "Vosse" anschliessen. Bei den Eckpunkten die der TE genannt hat, ist die Kette noch lange nicht mal in der Nähe ihrer Verschleissgrenze und hält die ganze Tour locker durch.

  • @dakarbdg: ja, ich weiss dass vielen die übersetzung schon zu lang ist. ich finde auch, dass der erste gang etwas nervig lang ist. die anderen gänge sind mir aber zu kurz. vielleicht bin ich da nicht so der standard-motorradfahrer, der überall am liebsten mit nem wheelie abzischen möchte. viel wichtiger ist mir gechilltes fahren auf der landstraße. für mich fährt sich die F zwischen 2800 und 3000 touren irgendwie am schönsten und wohlig. schon ab 3200 ist das gefühl ein anderes. mit der standardübersetzung findet man sich speziell bei 50 in so einem nervigen bereich zwischen dem dritten und vierten gang wieder, wo der dritte gefühlt zu hoch und der vierte gefühlt zu niedrig ist. auch bei 70 und 100 würde ich mir 100-200 touren weniger wünschen. falls ich richtig rechne, würde das experiment 16/45 ca. 4% unterschied bedeuten. möglicherweise sind das genau die paar quentchen weniger rpm, die ich an diesen stellen suche, so dass sich der wehrmutstropften eines noch längeren ersten gangs rechtfertigen würde.


    dass der kettenverschleiß durch zwei zähne weniger am kettenrad maßgeblich ansteigt, kann ich mir nicht vorstellen. ich kenne diese regel eher aus den beispielen, an denen das ritzel kleiner gemacht wird?


    JustMe : jap, bin überzeugt und versuche es vorher zu wechseln. jetzt kanns nur noch an der verfügbarkeit meiner werkstatt scheitern. :)

  • Du kannst dir ja wenn du glaubst das hält noch das alte Set an Teilen aufbewahren und dann wenn das neue verschlissen ist nochmal dran machen. Wenn man die richtigen Werkzeuge und Verbrauchsmaterialien hat ist das in relativ wenig Zeit selbst erledigt


    Ich fand auch die kürzere Übersetzung (vorne 15) deutlich angenehmer. Damit hatte nämlich endlich der 4. Gang genügend spritzigkeit für 50.

    Aber wie schon erwähnt.. Legal ist das alles nicht

  • Ich würde die Kette jetzt sofort wechseln (lassen). Dann kann man sie noch mal vor der Reise nachspannen und hat dann für die geplanten 7.000km Ruhe vor dem Verschleiss. Ich verniete selber, Clipschlösser sind nicht meine Sache. Ich nehme aber auch nicht jedes mal die Schwinge raus und fette die Nadellager. Bei der ST habe ich die erste Kette nach knapp 20'km gewechselt. Die hätte man (Tochter) im Südatlantikklima auch täglich ölen können dann wäre sie immer noch gut! Bei der Ur-F halten die Kette inzwischen dank Scottoiler länger. Ich prüfe regelmässig am Kettenrad wie weit sich die Kette abheben lässt und wechsle dann, wenn ich Lust habe. 1 Kettensatz liegt immer herum.

  • Ich würde mich eher der Argumentation von "Vosse" anschliessen. Bei den Eckpunkten die der TE genannt hat, ist die Kette noch lange nicht mal in der Nähe ihrer Verschleissgrenze und hält die ganze Tour locker durch.

    Hat der Kollege mal ein Bild vom Kettenrad gepostet bei dem versucht wird, die Kette von den Zähnen zu heben? Das sagt meist mehr über die Längung aus als eine Bewertung der Einstellung der Kettenspanner. Hab' hier im Moment keinen gescheiten Webzugriff. Bei der GS kommt übrigens noch dazu dass eine alternde Kette nicht von einer Kettenführung von Abspringen abgehalten wird (sofern man nicht die von TT nachrüstet); auch hier ein Grund zum frühzeitigen Umstieg.

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  • Hallo J.

    Mir ist es noch nie gelungen die Kettenlebensdauer vorauszusagen. Lange passiert nichts und wenn man dann die Kette nachspannen muss, geht es meist recht schnell zu Ende.

    Auch für mich ist das der Indikator, dass es zu Ende geht ... mit der Kette.

    In der Tat geben neuere BMW-Anleitungen ein objektives Verschleißkriterium an wie

    Die Kette ist am Ende der Lebensdauer, wenn sie mehr als 1% gelängt wurde. I

    ...

    Betriebsanleitung BMW GS 800 Adventure

    Aber nach wie vor dienen mir das häufiger werdende Nachspannen und das Aufliegen bzw. Abheben der Kette den ersten Anhaltspunkt. Nach der Skala kann man da nicht so richtig gehen, weil der Ausgangspunkt ja schon Toleranzen berücksichtigen muss und daher nicht bei 0 ist - also muss der Endpunkt auch nicht bei 9 sein bzw. ist das kein Verschleißindikator.

    Warum nicht direkt neu, dann haste Ruhe. Da reist es sich gewiss entspannter. Unterwegs basteln bzw. ne Werkstatt finden kann nerven und kostet Urlaubstage

    Ich kann micht da auch nur bei den Skeptikern einreihen:

    Werkstatt auf Reisen suchen hat für mich etwas von Panne und ich würde versuchen, alle planmäßigen Werkstattarbeiten vorher oder nachher zu erledigen. Genau wie hier kann man in der Motorradsaison womöglich auch dort nicht plötzlich bei einer x-beliebigen Werkstatt hineinschneien auf dass 'mal eben eine halbe Inspektion erledigt würde - außer man hat mehr Zeit als einem ein normaler Arbeitnehmerurlaub lässt.


    Im Zweifel würde ich also sagen: Wechseln.


    meine werkstatt tauscht wenn sie zweifelhafte teile findet auch eher aus als es so zu lassen. die kette fanden sie noch ok

    Unter diesen Voraussetzungen, würde ich nicht wechseln, sondern mit der alten Kette fahren.

    Andersherum, wenn doch keine Zweifel bestehen, kann man es vielleicht doch guten Gewissens "riskieren".


    Um da meine Erfahrung einzubringen:
    Meine Island-Reise 2008 hatte ich mit einer Kette angetreten, die schon ein oder zweimal nachgespannt werden musste, unterwegs musste ich dann öfter spannen, etwa alle 2 Tage. Allerdings sind da nicht so viele Kilometer zusammengekommen wie bei der Marokko-Tour geplant.


    Bei der GS kommt übrigens noch dazu dass eine alternde Kette nicht von einer Kettenführung von Abspringen abgehalten wird (sofern man nicht die von TT nachrüstet); auch hier ein Grund zum frühzeitigen Umstieg.


    Immerhin hatte ich damals zu der erwähnten Reise schon meine Kettenführung installiert und würde Dir das auch raten, um aus einem guten Gewissen ein besseres Gewissen zu machen, wenn Du mit der alten Kette aufbrichst. Lies dazu meinen Beitrag

    Verschlissene Kette und was die Werkstatt tat...

    oder am Besten diesen Thread ganz von Anfang an:

    Verschlissene Kette und was die Werkstatt tat...


    Eckart


    PS: In Deinem Profil steht immer noch: Mein Motorrad: auf der suche. Du hast doch gefunden ?

    Dieser Beitrag wurde bereits 1 Mal editiert, zuletzt von Eckart ()

  • Immerhin hatte ich damals zu der erwähnten Reise schon meine Kettenführung installiert und würde Dir das auch raten, um aus einem guten Gewissen ein besseres Gewissen zu machen, wenn Du mit der alten Kette aufbrichst. Lies dazu meinen Beitrag

    Verschlissene Kette und was die Werkstatt tat...

    oder am Besten diesen Thread ganz von Anfang an:

    Verschlissene Kette und was die Werkstatt tat...


    Eckart

    Eckart  

    für mich ist die logische Folgerung daraus, das du an der F800 GS eine zusätzliche Kettenführung angebaut hast?


    Kettenführung ist vielleicht sinnvoll bei Motorrädern mit (extrem) großem Federweg, dazu zähle ich die GS beim besten Willen nicht.

  • für mich ist die logische Folgerung daraus, das du an der F800 GS eine zusätzliche Kettenführung angebaut hast?

    2008, in dem kam die F800GS überhaupt erst raus, hatte ich noch die F650GS.

    Bei der F800GS ist mit trotz fehlender Kettenführung noch keine Kette abgesprungen, selbst bei starkem Verschleiß mit Kettenspanner fast am Anschlag. Bei der F650GS ist mir das aber gleich mehrfach passiert, bevor ich die Kettenführung angebaut hatte.

    Kettenführung ist vielleicht sinnvoll bei Motorrädern mit (extrem) großem Federweg, dazu zähle ich die GS beim besten Willen nicht.

    Theorie hin oder her - meine Erfahrungen sind wie oben beschrieben - entgegengesetzt zu Deinen Überlegungen. Wenn es eine Erklärung dafür gibt, weiß ich sie nicht.


    Eckart

  • Sorry ich wollte nicht vom Thema ablenken. Was auch immer der Grund für das Abspringen ist - evt. die härteren Lastwechsel der Einzylinder - bei einer gelängten Kette dürfte das weit wahrscheinlicher sein und ich habe auch noch nicht gehört dass das bei korrekt montierter neuer Kette passiert. Den Nachbau von Eckarts Lösung kann ich nur empfehlen; habe ich auch kürzlich gemacht und noch hat TT die Kettenfinnen im Programm. Die Edelstahl Flachverbinder 6x6 aus eBay Angebot 222279402109 passten bei mir ohne Bohren perfekt; Bilder reiche ich demnächst noch alten Thread nach.

    Beste Grüße aus Jerusalem

    Chris

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