Wo greife ich den Strom für ein Navi am besten ab?

  • Hallo Leute,

    Ich habe gerade ein Garmin-Navi am Lenker meiner 2004-er Dakar (E650G) montiert und überlege mir gerade, wo ich am besten den Strom dafür abgreifen soll.

    Zur Steckdose am linken Rahmen ist der Weg für das Kabel ziemlich lang.

    Ich würde es außerdem gerne vermeiden, mit einem Abzweigverbinder (Stromdieb) zu arbeiten.

    Gibt es im Cockpitbereich einen günstigen Anschlußpunkt?

    Zündungsplus wäre wohl außerdem sinnvoller als Dauerplus, nicht wahr?

    Ich freue mich über jeden Tipp!

    Gruß:wave:

    Udo

  • Anschluss für Griffheizung müsste im Cockpit verlegt sein. Dort habe ich es angeschlossen. bzw bei mir den Handyhalter mit Ladegerät. Benötigt allerdings einen dafür geeigneten Steckverbinder. Der könnte aber bei jedem der defekte Griffheizungen hat als Abfallprodukt anfallen.

  • Hat das Standlicht seperaten Abgang oder musst du die Leitung dazu mit einem Verbinder aufrüsten? Das wollte der Threadstarter nämlich nicht, er sucht einen sowieso freien Steckplatz. Da aber Steckdosenanschlüsse erst bei späteren Modellen kamen, bleibt bei den älteren nur die vorbereitete Griffheizung, falls man die nicht in Benutzung hat. Ansonsten allerdings muss man sowieso irgendwo sich mit drauf schalten und eine Leitung aufschneiden.


    Und ja, Stromdiebklemmen sind ein Krampf, wenn dann sollte man Federzugklemmen mit Hebel benutzen um die Leitungen aufzutrennen. Standlicht ist dann durchaus eine Option. Navis haben ja auch internen Akku so das sie sich durchs Licht ausschalten nicht mit abschalten.

  • Hallo Udo,

    Ich habe gerade ein Garmin-Navi am Lenker meiner 2004-er Dakar (E650G) montiert

    Nämlich welches ?

    wo ich am besten den Strom dafür abgreifen soll.

    Je nach Modell könnte der Tip etwas anders aussehen. Einige Modelle benötigen einen Spannungswandler, der seiner Größe wegn schlecht an den Lenker passt, was dann hieße, doch eine separate Leitung zum Wandler unter der Sitznak o. ä. legen zu müssen - die Anschlussfrage ist dann anders.


    Ich würde es außerdem gerne vermeiden, mit einem Abzweigverbinder (Stromdieb) zu arbeiten.

    Solche Abzweiger sind zwar eine windige Sache, aber wenn sie in einem für die Motorradgrundfunktion und die Sicherheit unkritischen Bereich sind, kann man mal vom Prinzip abweichen.

    Gibt es im Cockpitbereich einen günstigen Anschlußpunkt?

    Ja: An der F650GS hatte ich das Navi am Heizgriffschalter angeschlossen.

    Navi (Garmin) wie anschließen?

    Der ist im Zubehörstromkreis, also richtig abgesichert.

    Zündungsplus wäre wohl außerdem sinnvoller als Dauerplus, nicht wahr?

    Ja. Mit meinem Vorschlag wäre das gegeben.

    Hat das Standlicht seperaten Abgang

    Bei den GS-Modellen nicht am Lenker, weil das Standlicht immer an ist.

    die vorbereitete Griffheizung, falls man die nicht in Benutzung hat. Ansonsten allerdings muss man sowieso irgendwo sich mit drauf schalten und eine Leitung aufschneiden.

    Anfangs hatte ich einen Stromdieb benutzt, später eine Verbindung am Heizgriffschalter angelötet (obwohl ich von Lötverbindungen am Motorrad immer abrate).


    Masse hatte ich mit einer Ringöse unter der Schalterverkleidung von Lenker abgegriffen.


    Eckart

  • Den klassischen Stromdieb sollte man tatsächlich nicht verwenden aber an sich ist gegen ein angecrimptes Kabel als Y Verbindung nichts zu sagen. Dafür kannst du durchaus an das Standlicht mit ran gehen. Für den Garmin Spannungswandler sollte auch vorne in der "Kanzel" unterhalb des Scheinwerfers genug Platz sein.

    Auf jeden Fall an ein Zündungsplus gehen. Der Spannungswandler verbraucht nämlich auch ohne angeschlossenen Verbraucher Strom und außerdem sind die Kontakte der Garmin Halterungen für Korrosion bekannt, die bei anliegender Spannung noch verstärkt wird.

  • Also kein Zündungsplus, wie von TE gewünscht.

  • Wie oben beschrieben, Stromdiebe sind zukünftige Wackelkontakte ... ich stand deshalb schon ohne Strom fürs Navi in der Pampa. Stromdiebe gehen für Telefon- oder Netzwerkanschlüsse am Moped wo Bewegung und Feuchtigkeit sind nicht. Ich habe den Garmin Zumo Wandler direkt an der Batterie. Verbraucht ohne Navi ca. 30mA. Das kann ich verkraften.


    Gruß Paulie

  • 30mA wenn man von einer realistischen Kapazität von 8Ah ausgeht hält die (voll geladene) Batterie das ganze 267h aus. Das sind etwa 11 Tage. Das wär mir nix.


    Wenn eine Crimpung richtig gemacht ist ist die weder besonders anfällig für Regen noch für Vibrationen. Die Crimpungen für meine Hupe und meinen Kettenöler haben an der F über 5 Jahre und ca 60.000km keine Probleme gemacht. Und selbst wenn es so wäre, fänd ich es deutlich besser, mal ohne Strom fürs Navi als ständig mit leerer Batterie da zu stehen

  • Crimpung <> Stromdieb


    Stromdieb ist eine Schneidklemme, die durch die Isolation schneidet und idealerweise den Draht nicht verletzt. Real aber wird er angekerbt und geschwächt. Crimpen ist natürlich die beste Art etwas zu kontaktieren, hat aber mit Stromdieb nichts zu tun.


    https://de.rs-online.com/web/p…sssteckverbinder/5104876/


    Sowas zb sind Stromdiebe, man sieht das der Draht in die Kerbung gepresst wird und das ist nahezu ein Garant für Wackelkontakt am Motorrad. Stromdieb ist dabei der umgangssprachliche Begriff, der sich dafür eingebürgert hat.

  • Wie oben beschrieben, Stromdiebe sind zukünftige Wackelkontakte ... ich stand deshalb schon ohne Strom fürs Navi in der Pampa. Stromdiebe gehen für Telefon- oder Netzwerkanschlüsse am Moped wo Bewegung und Feuchtigkeit sind nicht. Ich habe den Garmin Zumo Wandler direkt an der Batterie. Verbraucht ohne Navi ca. 30mA. Das kann ich verkraften.


    Gruß Paulie

    Ich habe die Zuleitung (siehe oben) zunächst testweise direkt an der Batterie angeschlossen. Der Spannungswandler, also das schwarze Kästchen, wurde schon nach wenigen Minuten warm (gefühlt 40° bis 50°C), ohne dass das Navi in der Halterung war!

    Das würde meine nicht mehr ganz taufrische Batterie keine Nacht durchstehen!

    Gruß:wave:

    Udo

  • Ich habe die Zuleitung (siehe oben) zunächst testweise direkt an der Batterie angeschlossen. Der Spannungswandler, also das schwarze Kästchen, wurde schon nach wenigen Minuten warm (gefühlt 40° bis 50°C), ohne dass das Navi in der Halterung war!

    Das würde meine nicht mehr ganz taufrische Batterie keine Nacht durchstehen!

    bei einem PKW und einer größeren Batterie ( z.B. 40 - 60 AH ) sollte nachdem bei ( modernen ) Autos alle Steuergeräte runtergefahren sind ( schlafen ) nicht mehr als

    ca. 30 - 40 mA Ruhestrom fließen - dann hält die Batterie, zwar auch nicht ewig, aber es reicht auch nach 14 Tagen noch zum Starten.


    Bei deiner Beschreibung (Spannungswandler wird warm ) und der kleinen Motorradbatterie ( 12 AH ? ) würde ich schließen ,

    dass hier bereits ohne Verbraucher ein deutlich höherer Ruhestrom fließt ( müsste man mal nachmessen ) -

    lässt mich an der Qualität des Spannungswandlers zweifeln und würde auch eine brandneue Batterie schnell leersaugen ( tiefenladen ) = Kernschrott ( je nach Batterietyp ) .


    Daher kann ich nur raten, solche Verbraucher immer über irgendetwas (z.B. Zündschloss ) komplett abzuschalten.

    Bei der U(h)r-F sind die Heizgriffanschlüsse dafür hervorragend geeignet.


    Bei meiner 1150er hängt das Navi Netzteil an der Standlichtbirne ( nochmals abgesichert ) hätte aber auch die HG nehmen können.


    :wave:


    Mac