Batterieprobleme bei Kälte

  • Hallo,

    Ich halte euch auf dem laufenden sobald ich eine andere Batterie eingebaut habe.

    Die Anfrage wegen der Gewährleistung ist an den Händler raus, sollte das nicht klappen kaufe ich halt ne neue....

    Wenn die Batterie noch keine 6 Monate alt ist, brauchst du keine Anfrage stellen sondern legst dem Händler die Batterie mit Benennung des Problems auf den Tresen. Der Händler muss dir beweisen das der Schaden nicht schon am Verkaufstag vorhanden war. Nach Ablauf der 6 Monate tritt die Beweislastumkehr ein, dann muss der Kunde dem Händler beweisen das der verkaufte Artikel zum Zeitpunkt des Kauf schon in einem Schadhaften Zustand war. Beides ist so einfach nicht möglich.

    Bei der Gewährleistung geht es nicht darum das eine Ware eine Zeitlang hält was sie versprechen sollte oder ein zugesicherter Zustand vorhanden ist, sondern das die Ware bei Übergabe in einwandfreien Zustand war. Der Defekt kann sich dabei durchaus später zeigen. Der Gesetzgeber hat die Gewährleistung so formuliert um Reklamation Verbraucherfreundlich zu gestalten. Ein Händler hat in den 6 Monaten kaum eine Chance zu beweisen das der Schaden durch unsachgemäße Behandlung aufgetreten ist wenn man nicht schon von aussen irgendwelche Spuren erkennen kann.

    Defekte nagelneue Säurebatterien kommen schon mal vor. Auch unbefüllte vorgeladene Batterien halten in dem Zustand nicht ewig lang im Regal. Die Problematik ist den Händlern durchaus bewusst.

  • Hallo,

    Ich halte euch auf dem laufenden sobald ich eine andere Batterie eingebaut habe.

    Die Anfrage wegen der Gewährleistung ist an den Händler raus, sollte das nicht klappen kaufe ich halt ne neue....

    Wenn die Batterie noch keine 6 Monate alt ist, brauchst du keine Anfrage stellen sondern legst dem Händler die Batterie mit Benennung des Problems auf den Tresen. .....

    ich habe die Batterie bei all-batteries im Internet gekauft, deshalb die "anfrage". ich habe da leider keinen Tresen ;)

  • zurück schicken und tauschen lassen oder Geld zurück

    Hi,

    wobei ich aber denke, das zurück schicken wohl eher nicht in Frage kommt.

    Gefüllte Batterien sind Gefahrgut und unterliegen den entsprechenden Transportbestimmungen = Verpackung + Behandlung.

    DHL (Beispiel) befördert keine gefüllten Batterien = nasse Batterien

    DPD (Beispiel) nur dann, wenn die Verpackung den Gefahrgutvorschriften entspricht.

    Da man als "Normalmensch" derartige (zugelassene) Verpackungen wohl eher nicht zu Hause hat, dürften die Kosten wohl etwas aus dem Rahmen fallen.

    Selbst "basteln" könnte man eine entsprechende Verpackung zwar, da aber die Zulassung für diese Verpackung fehlt, klemmt es dann doch wieder.


    Also lieber in Richtung "Geld erstatten" lenken......... wobei ich aber vermute, dass der Händler wohl eher eine Ersatzlieferung vornimmt und auf den Rückversand der defekten Batterie verzichtet, da er die Vorschriften kennt.


    Gruß Ralf

  • Bin mir nicht 100% sicher aber ich glaube bei der Zweizylinder sitzt die Batterie unter der Sitzbank im kühlen. Auf jeden Fall nicht direkt neben dem Öltank. Daher ist die Empfehlung für Batterien eine ganz andere.

    Die Batterie sitzt prinzipiell an derselben Stelle wie bei Einzylinder F650 GS, über dem Motor unter der Tankattrappe.

    Der "Öltank" ist bei den Rotax-Twins unter dem Motor, also weit weg von der Batterie.

    Meine F 800 GS wurde mit einer AGM-Batterie ausgeliefert und ich meine das wurde nie geändert, aber dafür müsste ich aber recherchieren.

  • Hallo,

    ich hatte in der Vergangenheit auch Probleme mit der Batterie. War eine billige Noname. Hat dazu noch sehr viel Wasser verbraucht.


    Hab jetzt eine Yuasa (ca 50€) gekauft und seit dem ist Ruhe. Auch kaum noch Wasserverbrauch. Wenn es kalt ist dreht der Anlasser aber auch deutlich langsamer.

    Bei Starten habe ich aber keine Probleme.

  • Also wenn das mit Batterie öfter vorkommt, auch an Laderegler denken. Gibt ja dazu haufenweise Threads hier in Forum. Gibt ne gute Suchen-Funktion.


    Nachdem die :) meiner '04er DAKAR 2 Säurenbatterien durch Nicht-Wartung geschossen hatten, hab ich jetzt Gel drin. Die Erste hat ca. 3-4 J gehalten, die jetzige ist grad n 3/4 Jahr drin und läßt sich nun hängen ... Denke werde da ma langsam den Laderegler unter die Lupe nehmen, ob der noch i.O. ist.

    Mit der Linken zum :punk: Gruße


    PozBlitz :bikepfalz:

    Ralf


    :shark:

  • Wer sein Moped im Winter nutzt sollte ohnehin über den Einsatz einer Gelbatterie zwei mal nachdenken. Blei-Gel Batterien sind empfindlicher auf Kälte, die chemischen Prozesse sind bei diesem Batterietyp nochmal ein Stück weiter herabgesetzt wie es bei einer Blei-Säure Batterie ist. Das Kaltstartverhalten ist schlechter, Probleme an der Tagesordnung. So manch eine vermeintlich defekte Gel-Batterie mochte einfach nur den Winter nicht.

  • Wer sein Moped im Winter nutzt sollte ohnehin über den Einsatz einer Gelbatterie zwei mal nachdenken. Blei-Gel Batterien sind empfindlicher auf Kälte, die chemischen Prozesse sind bei diesem Batterietyp nochmal ein Stück weiter herabgesetzt wie es bei einer Blei-Säure Batterie ist. Das Kaltstartverhalten ist schlechter, Probleme an der Tagesordnung. So manch eine vermeintlich defekte Gel-Batterie mochte einfach nur den Winter nicht.

    Das mag ja sein, aber bei einstelligen Minustemperaturen funktioniert das noch ganz gut und bei zweistelligen Minustemperaturen werde ich dann doch meist zum Weichei und die Batterie muss folglich auch nicht ran. :giggle:
    Bei mir hat Blei-Gel jahrelang auch im Winter bestens funktioniert. Seit einem Jahr habe ich allerdings wieder die billigste Blei-Säure verbaut, die aufzutreiben war. Funktioniert genauso gut.

    Wer eine längere Wintertour unternimmt (Elefantentreffen etc.), der nimmt einfach vorsichtshalber ein Starthilfe-PowerPack mit.

  • Ja klar und es kommt auch natürlich drauf an wo das Moped geparkt ist. Der Laternenparker wo das Moped die Nacht über dem Ostwind ungeschützt ausgesetzt ist, leidet da sicher mehr als der mit Garage oder dem windgeschützten Carport.

  • Wer sein Moped im Winter nutzt sollte ohnehin über den Einsatz einer Gelbatterie zwei mal nachdenken. Blei-Gel Batterien sind empfindlicher auf Kälte


    ich hab die in der 1150er


    https://www.amazon.de/Hawker-E…0-0769-2316/dp/B004637GG8


    der ist Kälte legal , illegal , scheixxxegal ;)


    Reinblei - Start-Power ohne Ende :notworthy1:


    Kumpel hat die in seiner 1150er jetzt 14 Jahre !! immer noch Saft......kein ABS Blinken so wie mit vielen anderen Batterien der Fall.


    ist zwar teuer aber so auch ein gutes Preis-/Leistungsverhältnis


    ob es diese Batterie in passender Größe für ne F650 gibt ( Verkabelung eventl. auch anpassbar ) kann ich leider nicht sagen.


    :wave:


    Mac

  • Die Hawker haben einen extrem guten Ruf. In einer GS Gruppe schwärmen sie alle von den Dingern. Ich hab mir letzte auch wieder eine einfache für 50€ gekauft. Wenn die nur 2 Jahre hält, die Hawker aber die 5 fache Lebensdauer hat... Muss man eigentlich nicht lang überlegen.

  • Also wenn das mit Batterie öfter vorkommt, auch an Laderegler denken. Gibt ja dazu haufenweise Threads hier in Forum. Gibt ne gute Suchen-Funktion.


    Nachdem die :) meiner '04er DAKAR 2 Säurenbatterien durch Nicht-Wartung geschossen hatten, hab ich jetzt Gel drin. Die Erste hat ca. 3-4 J gehalten, die jetzige ist grad n 3/4 Jahr drin und läßt sich nun hängen ... Denke werde da ma langsam den Laderegler unter die Lupe nehmen, ob der noch i.O. ist.



    Weiss ned ob du noch den alten groben Limaregler verbaut hast original. .der ist inne UrF als GEL Killer bekannt..

    Die neueren Modelle haben einen feineren ab werk und auch AGM/GEL...

    Diese mögen keine Spannungsspitzen bis 14.8V=Vorzeitiger Geltot...


    Deswegen meine 99er umbasteln...da reicht mir Säure

    ..hab gerade erneuert..nach 7 J

    Wieder originale von BMW EXIDE

    Wer billig kauft zahlt 2x

    Sackzement😉

  • Hallo zusammen,


    ich habe mal die Forums-Suchfunktion bemüht. (Suchbegriff: Hawker SBS8) Es gibt eine Hawker SBS8 die in die F650GS passen soll. Es gibt dazu ein sehr heterogenes Feedback von unkaputtbar bis ungeeignet.


    Im Gespann habe ich eine Hawker PC680 die nach ca. 10 Jahren plötzlich keine Startleistung mehr hatte. Die habe ich im Frühjahr durch eine baugleiche neue Hawker ersetzt. Die Einbauposition im Kofferraum vom Boot ist sicher zuträglich für die Lebensdauer da kaum Vibrationen vom Motor auftreten und keine hohe thermische Belastung anliegt.


    Die VTR1000F läuft stressfrei seit 3 Jahren mit einer AGM-Batterie. Diese Batterie hat sogar einen Reglertod im letzten Jahr überstanden.


    Bei der R1100RS habe ich das typische ABS-Einschaltproblem mit einer Anlasserüberholung gelöst. Da lösen sich die Magnete im Gehäuse und machen damit dem Anker das drehen erst schwerer und im Endstadium unmöglich. Die Erklärung dazu gibt's im Powerboxer-Forum. Als Batterie werkelt hier eine IntAct HVT SLA12-20.


    Bei meiner F650GS war beim Kauf eine angeschlagene Standard-Batterie eingebaut. Da ist Tausch fällig. Daher mein Interesse an diesem Thema.


    Aus meiner Sicht ist die Lebensdauer der Batterie doch sehr abhängig von den fahrzeugspezifischen Randbedingungen. Oft diskutiert wird hier die hohe thermische Belastung durch den Öltank direkt neben der Batterie. D.h. neben der Gasung durch die (zu hohe?) Ladespannung kommt dann noch die Verdunstung durch zu hohe Temperatur? Daraus schließe ich das eine klassische Blei-Säure Batterie mit dest. Wasser in der F650GS erhöhten Wartungsbedarf hat.


    Damit bleibt als Kompromiss für mich eine wartungsfreie Batterie übrig. Weil mein Händler das vorrätig hat wäre es eine IntAct GEL YB12AL-A.


    Eure Meinung?


    Danke. Gruß Rawi

    Ein Gott ist der Mensch wenn er träumt, ein Bettler, wenn er nachdenkt.

    Friedrich Hölderlin

  • Weil mein Händler das vorrätig hat wäre es eine IntAct GEL YB12AL-A.

    Wenn die Ladespannung von deinem Regler für eine Gel-Batterie nicht zu hoch ist. Ansonsten eine wartungsfreie Blei/Säure Batterie SLA BB12AL-A2, gibt es ab € 65 in der Bucht, habe ich seit 2 Jahren in der G 650 GS.


    bob-muc

  • Intact hat auch einen guten Ruf, gibt es im Internet für knapp über 50 (wenn lieferbar). Muss man nicht über den Händler bestellen. Würde ich jetzt nach Preis entscheiden.


    Zu Wartungsfrei gibt es hier wie gesagt sehr unterschiedliche Meinungen. Es ist richtig, dass bei einer Blei-Säure Batterie das Wasser verdunsten kann und dadurch flöten geht aber das kann man wieder auffüllen. Die wartungsfreien sind ja alle geschlossen, daher können die den Druck nicht vernünftig ausgleichen, wenn sie so warm werden. Daher vermuten manche, dass wartungsfreie in der F schneller sterben, weil man die eben nicht warten / auffüllen kann. Die können sich in Extremfällen aufblähen, weil der Druck eben nicht entweichen kann.


    Besser wäre eigentlich eine Lithium, die man dann ganz an den Rand in Richtung Schnorchel packt. Lithium mag zwar hohe Temperaturen auch nicht so sonderlich aber dadurch, dass die weitaus kleiner ist entsteht eine größere Lücke zum Öltank, sodass die Temperatur an der Batterie geringer sein dürfte. Könnte aber wieder zu Problemen mit der Länge der Kabel führen.

  • Bevor sich eine Wartungsfreie Batterie aufbläht und rund wird, wirft der Überdruck die Stopfen nach oben raus. Das sind jene Stopfen die man als Kunde nach dem Füllen als ganze Reihe rein drückt. Wartungsfrei ist eher Wartungsarm denn lange Standzeiten sollten mit Ladung überbrückt werden.

    LiPo und LiFePo4 mögen vor allem eines gar nicht, das ist Kälte. Ab 10 - 0 Grad kann es schon recht zäh werden, unter 0 Grad wollen Lithium Akkus teilweise gar nicht mehr zur Mitarbeit überredet werden. Wohl dem der eine Steckdose und ein Heissluftfön in der Nähe hat. Sie sind zwar mit -10 - 45° angegeben aber ich weiß nicht wie wer darauf gekommen ist. Meine LiFePo4 Akkus steigen bei Frost alle aus. Manchmal hilft es vor dem Starten den Akku mit Fernlicht etwas zu belasten, so das er sich selbst erwärmt...

  • ABS-Einschaltproblem mit einer Anlasserüberholung gelöst. Da lösen sich die Magnete im Gehäuse und machen damit dem Anker das drehen erst schwerer und im Endstadium unmöglich. Die Erklärung dazu gibt's im Powerboxer-Forum. Als Batterie werkelt hier eine IntAct HVT SLA12-20.

    ja das kenne ich :-) daher habe ich den Anlasser gegen einen modifizierten getauscht ( Magnetumbau )

    und habe es bis heute nicht bereut der schnurrt schön -

    allerdings hat es dennoch dem ABS Geblinke keine ( dauerhafte ) Abhilfe geschaffen - der Boxer ist halt schwer anzuwerfen ;)

    Den alten Anlasser habe ich zerlegt - war dreckig wie Sau, Magnete aber noch an Ort und Stelle - sauber gemacht

    gefettet liegt nun als Ersatz frisch im Keller.....


    Mit der Hawker habe ich Angst, es haut beim Start die Kolben raus :rofl:

    Bin gespannt ob die Hawker - Batterie die GS überlebt oder was passiert - Batteriepflege betreibe ich dennoch mit zwischendurch

    "auffrischen" das hat noch nie geschadet.:notworthy1:


    Bei dem "Motörchen" Anlasser der F650 sehe ich da eher weniger Probleme auch wenn der Single mit schwacher Batterie

    durch die hohe Verdichtung auch schwer in Gang kommt - also ohne Strom geht es halt nicht.

    .

    :wave:


    Mac

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