Tacho zum 147. mal

  • Hallo liebe Leute,

    nach mehr als 5 Jahren Standzeit der GS meiner Frau, versuche ich diese gerade wieder fit zu machen. Nachdem so ziemlich alles an Verschleißteile und Flüssigkeiten ausgetauscht ist, läuft sie schön rund und sauber. Nur die schei... Elektronik macht mich gerade fertig!


    Ich muß mal etwas ausholen:

    Nach starten des Motors, wenn ich dann losfahre, steigen Tacho und Drehzahlmesser, langsam und unabhängig von der gefahrenen Geschwindigkeit, immer höher, bis zum Anschlag. Die Uhr geht aus und der Kilometerzähler springt hin und her und zeigt die wildesten Sachen an. Das Kuriose ist, wenn ich den Motor ausmachen und selbst den Schlüssel abziehen, bleibt das so. Es hilft eigentlich nur die Batterie abzuklemmen oder den Stecker am Tacho zu ziehen. Nach kurzer Wartezeit Klemme ich sie dann wieder an und die Zeiger justieren sich neu bei Null. Habe es noch zwei dreimal probiert, immer mit dem gleichen Ergebnis.

    Habe dann den Abs Sensor mit mehr Abstand justiert. Das brachte das Ergebnis, das erstmal alles normal läuft. D.h. Der Drehzahlmesser funktioniert erstmal wieder einwandfrei. Natürlich misst er nun keine Geschwindigkeit und das Abs geht nach kurzer Zeit auf Störung.

    Also den Sensor wieder mit richtigem Abstand eingebaut, Mopped auf dem Hauptständer im Leerlauf gestartet und erstmal scheint dann alles gut zu sein. Sobald ich dann aber das Hinterrad drehe, und da reichen ein paar Umdrehungen von Hand, fangen Tacho usw. wieder an zu spinnen.

    Habe sämtliche Stecker von Tacho Abs usw. auseinander gehabt, keine Korrosion, keine Scheuerstellen an den Kabeln.

    Bin Ratlos, denn diesen Fehler habe ich hier im Forum so noch nicht gefunden. Habe mal auf der von Euch hingewiesen englischen Seite geschaut, muß mir aber leider eingestehen, mein Englisch ist nicht good enough!

    Sollte wirklich der Tacho hinüber sein ist das ja der Wahnsinn, was BMW aufruft! Über 400€ für eine Platine und über 500€ für nen kompletten Tacho??? Die ticken doch nicht sauber!

    Ich habe nun viel geschrieben und hoffe, daß mir jemand von Euch weiterhelfen kann und möchte oder zumindest vielleicht eine Idee hat!?

    MfG Sascha

    Es handelt sich übrigens um eine f650gs r13 mit einer Zündkerze

  • Hallo Sascha,

    Über 400€ für eine Platine und über 500€ für nen kompletten Tacho??? Die ticken doch nicht sauber!

    Das liegt sicherlich daran, dass die F650GS langsam ins Oldtimer-Alter kommt und weil gerade der Tacho ein Problemteil ist, wohl jetzt schon verknappt.

    Bin Ratlos, denn diesen Fehler habe ich hier im Forum so noch nicht gefunden.

    Typisch für diesen Fehler ist sein vielfältiges Erscheinungsbild, aber die Ursache ist fast immer die gleiche:

    Instrumentenausfall beim Start

    Von diesem Thread ausgehend solltest Du eigentlich alle nötigen Infos finden und wenn konkrete Fragen bei der Interpretation der englischen Webseite sind, kannst Du die ja hier stellen. Als Spezialist für diese Frage hat sich ja vor allem Toby hervorgetan (auf seinen Beitrag innerhalb des Threads geht obiger Link).


    Eckart

  • Moin und danke schonmal. Habe ich das richtig verstanden, der silberne SMD Kondensator hat eine Kapazität von 47uf bei 16v? Und was hat der andere schwarze für Werte? Habe den Tacho im Moment noch eingebaut, sonst würde ich selbst nachschauen. Wenn Ihr mir die Werte sagen könntet, würde ich die Teile schonmal bestellen.

  • MD Kondensator hat eine Kapazität von 47uf bei 16v?

    Auch bei 0V, 1V, 5V oder 12V hat er 47uF :wink: . Bei 30V oder -5V hat er dann schnell, Knall auf Fall 0uF .

    Die Spannungsangabe sagt aus, wieviel Volt man maximal anlegen darf. Da Elkos mit einer höheren maximal Spannung im allgemeinen robuster sind, nimmt man üblicherweise einen mit einer höheren Spannungsangabe als gerade nötig wäre.


    Beim anderen scheint es sich um ein 100uF zu handeln Tacho defekt


    Da an diesem anscheinend 12 Volt anliegen, würde ich einen mit 35V nehmen.

  • Hallo, kleiner Zwischenbericht. Habe die Kondensatoren jetzt sauber ausgelötet. Wenn die Neuen genausogut reinzulöten sind wie die Alten raus, wäre das super. Leider hat bei uns Freitag und Samstag die Post gestreikt, sonst wäre ich vielleicht schon einen Schritt weiter!?

    Ich werde berichten:thumbsup2:

  • So, das Projekt ist beendet. Habe die beiden Elko's getauscht. Habe alles zusammengebaut und ausprobiert. Der Tacho und die Anzeigen funktionieren jetzt wieder einwandfrei! Vielen Dank nochmal für Eure Hilfe! :thumbup:

  • Hoffe Du hast noch nicht zusammengebaut.

    Ich würde den Elkos, besonder dem kleineren der so schön hoch steht weil Aufprintmontage rund herum etwas Heißkleber gönnen damit der stabil sitzt und nicht nur von den Lötpukten gehalten wird.....

    .... sonst ist der schnell losvibriert.

  • Ich glaube jetzt wird es kompliziert..... :rofl1:


    ich..... alles gut, Du hast schon den richtigen Elko verbaut, keine Sorge.


    Wie ich schon geschrieben habe. Er ging von den 12Volt Bordspannung aus. Diese multiplizierte er mit dem Faktor 3 und kam so auf 36Volt. Da es aber keinen 36Volt Elko gibt nahm er die 35 Volt. Elkos mit 35 Volt gibt es nähmlich.

    Wenn da ein 50Volt Elko verbaut war ist das noch besser. Man könnte aber auch einen 100Volt Elko verbauen.


    Ganz einfach, den Elko wählt man immer eine Spannungsstufe höher als die verwendete Spannung ist.

    Höhere Spannung des Elkos geht immer, niedrigere Spannung nicht da dieser dann nicht lange überlebt.

    Mehr Spannung, mehr Sicherheit und Haltbarkeit.


    Weshalb nicht übertrieben große Spannung des Elkos.

    Zum einen weil, je hoher die Spannung, je größer der Elko.

    Und je höher die Spannung des Elkos, je höher der Preis.


    Die Spannung auf dem Elko sage nur aus, was dieser maximal an Spannung verträgt.


    Jetzt verstanden???

    Machen, nicht "sinnieren"!:victory:

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