Probleme mit der F 650 st

  • Habe eine BMW F650 st Baujahr 1999 Km Stand: 11500, Tank ist sauber, Benzin neu, Vergaser wurden gereinigt, Regler neu (bei BMW) Zündkerzen neu, Tankendlüftung sauber, Wartung bei BMW neu, wenn Sie warm ist geht Sie aus ca. 30 Minuten Fahren dann 15 Minuten Pause. Nimmt kein Gas mehr an und die Drehzahl ist dann wie Kaugummi. Weiß nicht mehr weiter. Hat jemand noch eine Idee ???:bangin:

  • Die Tankentlüftung der ST unterscheidet sich von der Ur-F etwas. Es könnte durchaus sinvoll sein, nach dem Absterben (wie geschieht das? schlagartig, so wie wenn man den Killschalter betätigt oder mehr ruckelnd, wie bei Spritmangel d. leergefahrenen Tank?) mal den Tankverschluss zu öffen und neu zu starten. Natürlich wird es da niemals zischen wg. Unterdruck oder gar Vakkum.


    Wie ist der Ladestand des Akkus? Auch neue Regler können Frühausfälle haben.

    Mal bei vollem Akku mit abgeklemmten Regler fahren bzw. nach Ausfall starten.


    Kraftstoffleitung am Benzinhahn trennen und mal den Durchfluss in "N" und "R" prüfen. Ansonsten bleiben noch evtl. Blechkerzenstecker von Beru übrig. BMW hat bestimmt keine NGK Kunststoffstecker eingebaut.

  • Die Tankentlüftung der ST unterscheidet sich von der Ur-F etwas.

    Mit dem Facelift von Mitte 1996 (erkennbar an abgesetzten Blinker vorne und Uhr anstelle von Kühlwasserthermostat im Cockpit) bei dem auch das ST Modell eingeführt wurde erfolgt die Tankentlüftung und Regenwasserablauf über zwei Schläuche die sich bei der nicht US-Kalifornischen Modellen in einem T-Stück verbinden und seitlich (links?) am Motorrad nach unten wegführt. Die Schläuche können verstopft, geknickt oder gequetscht sein.


    eine Idee ???

    Es gibt drei bekannte Baustellen an diesem Motorrad welche einem die Freude beim Fahren verderben können:


    1. Unnötiger, nachgerüsteter Benzinfilter in der Kraftstoffleitung der Nahe des Motor warm wird und zu einem sogenannten Vapor Lock führen kann. Dies kann auch bei einer zu kurzen Benzinleitung die zu nahe am Motorblock vorbei geht passieren.

    Abhilfe ist hier den Benzin filter zu entfernen, bzw. die Leitung entsprechend zu verlängern.


    2. Die original metallenen Kerzenstecker von Beru. Diese sind vielfach innen korrodiert oder machen sonstige Probleme. Abhilfe schaft hier neue Kerzenstecker sowie Silikon Zündkabel. Die für die Original NGK Zündkerze D8EA passende Stecker sind die NGK XD05F . Kostenpunkt für zwei Stecker und Kabel sind etwa €15. In jedem Fall gut investiertes Geld.


    3. Der Spannungregler. Diese hat leider die Angewohnheit doch öfters kaputt zugehen als einem lieb ist. Diagnose ist recht einfach. Mann misst die Ladespannung and der Batterie bei etwa 3000-4000 Umdrehungen pro Minute. Ist diese über 15 Volt ist der Regler kaputt. Folgen von einer zu hohen Spannung sind: Kürzerer Lebensdauer von Lampen, Wasserverbracuh der Batterie, sowie Zündaussetzer bei hoher Drehzahl.


    Weiter gibt es noch eine vierte bekannte Baustelle. Die ist weniger bei der Fahrt als vor Fahrtantritt und bei der Reparatur ein Ärgernis: Die Dichtungen im Vergaser. Diese sind nun nach fast 20 Jahren spröde und führen zu Undichtigkeit. Symptom ist schlechtes Startverhalten, Benzinpfütze am Boden und im Luftfilterkasten. Abhilfe ist das Wechsel der Dichtungen im Vergaser. Eigentlich eine einfache Arbeit wenn da nur nicht dieser verlamdeite Luftfilterkasten wäre der wieder eingbaut werden will.


    Nicht eine Baustelle als solches aber doch ab und an was für Verwirrung und Fehler sorgt ist der Ölstand und das Wechseln des Öl. Da das Motorad eine Trokensumpfschmierung hat, hat es zwei Ölablassschrauben. Eine am Rahmen und eine am Motor. Beim Ölwechsel müssen beide Schrauben geöffnet und an beiden Orten das Öl abgelassen werden. Es kam schon vor, das bei einem Service bei der BMW Vertrettung oder mit dem Schrauberkolege nur der eine Ablass geöfnet wurde. Füllt man danach die vorgeschriebene Menge an Öl nach ist das System überfüllt und Öl wird über die Kurbelwellenentlüftung in den Luftfilterkasten gedrückt. Weiter ist die Ölstandmessung als Ölstandkontrolle zu betrachten. Solange man korrekt misst und sich der Ölstand zwischen min und max befindet ist eigentlich alles gut.


    Nach Benutzerhandbuch misst man wie folgt den Ölstand:

    • Motorrad auf Hauptständer stellen
    • Betriebswarmen Motor (nach ca. 15 Minten Fahrt) 1 Minute im Leerlauf laufen lassen, um den Ölbehälter zu füllen.
    • Motor auschalten
    • Ölmesstab herausschrauben, säubern und zum Prüfen des Ölstandes nur einstecken
    • Ölstand an Strichmarkierung ablesen.

      (Die Differenz zwischen Min und Max beträgt 3 dl)
    • Motoröl, wenn erforderlich, über Öffnung nachfüllen
    • Ölmesstab wieder einschrauben
  • Auch neue Regler können Frühausfälle haben.

    Da müsste man rückfragen, warum der Regler ersetzt wurde. War es wegen eines Problems mit der Stromversorgung, das damit offensichtlich behoben wurde oder war es der Versuch, eine unbekannte Ursache für das hier thematisierte Problem zu beheben.

    Wenn ein elektrisches Problem die Ursache sein sollte, könnte es ja sein, dass dieses auch nach dem Reglertausch weiterbesteht, weil der Defekt woanders war.


    Die gleiche Art Rückfrage müsste man eigentlich für alle anderen der aufgezählten Maßnahmen stellen:

    Tank ist sauber, Benzin neu, Vergaser wurden gereinigt, Regler neu (bei BMW) Zündkerzen neu, Tankendlüftung sauber, Wartung bei BMW neu

    Wobei sich die meisten Maßnahmen so anhören, als dienten sie zur Behebung des Problems.


    Eckart

  • Zündspule....selten aber mir scho passiert...Ummantelung wird halt auch spröde mit zunehmendem Alter..sitz am Rahmen unterm Tank...wird die warm,eventuell noch bissle feucht,wirds unlustig...

    Haste enn Kumpl mit baugleicem Töff inne Nachbarschaft,kannste das mit nem kurzzeitigen Tausch klären...

    Restliche Baustelle hats KöfferliRebel schon aufgezählt

    kenns...weil..BI 98 unn ich bin Erstbesitzer mit mittlerweile 135.000 uffer Kurbel

    Habe eine BMW F650 st Baujahr 1999 Km Stand: 11500, Tank ist sauber, Benzin neu, Vergaser wurden gereinigt, Regler neu (bei BMW) Zündkerzen neu, Tankendlüftung sauber, Wartung bei BMW neu, wenn Sie warm ist geht Sie aus ca. 30 Minuten Fahren dann 15 Minuten Pause. Nimmt kein Gas mehr an und die Drehzahl ist dann wie Kaugummi. Weiß nicht mehr weiter. Hat jemand noch eine Idee ???:bangin:

  • Zündspule....selten aber mir scho passiert...

    Ja, das ist möglich, aber SEHR unwahrscheinich!
    Die Vergaser F hat zwei Zündspulen und zwei Zündkerzen und läuft auch mit einer Kerze sehr gut. Für oben beschriebenen Fehler müssten also beide Zündspulen fritte sein und das nur zeitweise und immer gleichzeitig.

  • Hallo,


    mir fällt da noch der winzige Feinfiltereinsatz zwischen den Vergasern ein. Wenn in der durchhängenden Spritleitung davor ein Flusen oder ähnliches sitzt, wandert der im Betrieb Richtung Feinfilter und blockiert diesen. Nach ein paar Minuten „wandert“ der wieder zurück und das gleiche Spiel beginnt von vorn.


    Viele Grüße

    Peter

  • Zündspule....selten aber mir scho passiert...

    Ja, das ist möglich, aber SEHR unwahrscheinich!
    Die Vergaser F hat zwei Zündspulen und zwei Zündkerzen und läuft auch mit einer Kerze sehr gut. Für oben beschriebenen Fehler müssten also beide Zündspulen fritte sein und das nur zeitweise und immer gleichzeitig.

    unwahrscheinlich aber nicht unmöglich...meine waren hinüber...fing mit stottern und ruckeln bei feuchte an wenn motor warm und wurde immer schlimmer....bis zum Tausch...seither ist wieder ruhe....

    aber wie gsacht...Erstbesitzer und fahr seither 135.000......

    und das werde sicher noch paar zigtausend mehr8)

  • F650 169 1996 vor Facelift


    Ich hab fast das gleiche Problem wie Barnarian. Nimmt kein Gas an. Dreht wie Kaugummi.


    Zündkerzen sind neu, Zündstecker gegen NGK getauscht, beide Kerzen funken kräftig.

    Den vom Vorbesitzer montierten Benzinfilter habe ich rausgeschmissen und gegen einen sehr viel größeren getauscht.

    Regler ist Überprüft, keine Überspannung.


    Situation: keine Verbesserung. Aber gelegentlich stellt sich nun folgendes ein...

    Gas geben und halten.

    Motor dreht auf ca. 4000 U/min hoch, bricht auf 2000 zusammen, dreht wieder auf 4000 hoch und so fort.

    Die Drehzahl schwingt zwischen 2k und 4k mit einer Periodendauer von rund 3 Sekunden.


    Gas loslassen Standgas, wieder Gas geben ... Dreht wie Kaugummi oder obiges stellt sich wieder ein.



    Wie komme ich an den "winzigen Feinfiltereinsatz zwischen den Vergasern" ? Im Werkstatthandbuch finde ich ihn nicht.

    Mechaniker, Fachrichtung Quantenmechanik

  • Hallo


    der kleine Filtereinsatz ist im T-Stück

    zwischen den Vergasern da wo der Schlauch vom Bezinhahn kommend endet - viel Licht , Federbeinversteller

    raus dann geht es wenn auch bescheiden.


    Zum „sägen“ der Drahlzahl würde ich mal die Choke Mutter am Vergaser prüfen ob die nicht gebrochen ist und das Choke Kabel richtig sitzt.

    Bitte das erstmal prüfen es gibt noch andere Möglichkeiten


    :wave:


    Mac

  • Vergasermembranen in den Domdeckeln überprüfen, Chokeverschraubung überprüfen und wenn da kein Fehler zu finden ist, Nadeldüsen und Nadeln checken.

    Immer vorausgesetzt das man ein Fehler in der Zündanlage ausschliessen kann.

    Schwankenden Drehzahlen bei gleichbleibender Gasstellung deuten sehr stark auf "Falschluft" hin. Motor magert ab und fällt dabei in der Drehzahl ab. Durch abgefallene Drehzahl nimmt die Falschluft wieder ab bis das Gemisch passt, Motor dreht wieder hoch bis zur Abmagerung durch die dabei angezogene Falschluft und das Spiel beginnt von neuen.

  • Zitat

    Vergasermembranen in den Domdeckeln überprüfen, Chokeverschraubung überprüfen und wenn da kein Fehler zu finden ist, Nadeldüsen und Nadeln checken

    Geht davon etwas auf die Schnelle oder muss der Vergaser raus?


    Der Choke funktioniert anscheinend, zumindest passiert das was ich erwarte wenn ich ihn bediene. Wie überprüf ich die Chokeverschraubung? Spiel hat der Chokezug kein merkliches.

    Mechaniker, Fachrichtung Quantenmechanik

  • Beim Eingang des Chokezugs in den Vergaser ist eine Kunststoffmutter. Selbige bricht gerne mal. Bitte prüfen.
    Zur Überprüfung der Membranen musst du nur die schwarzen Deckel der Vergaser entfernen (vorsicht, da ist eine Feder drin!), d.h. die Vergaser müssen nicht ausgebaut werden.