F 650 CS starkes Pendeln

  • Pendeln kommt oft vom Reifen

    :thumbsup2: :ok:

    Perfekt. Nicht umsonst sprechen viele bei Reifen von Pendelneigung ab X km/h oder keine Pendelneigung.


    Ich würde mich auf jeden Fall bei einem Reifen mit 5 Jahren nicht mehr so ganz tief in eine Kurve legen.

    PKW Reifen eines KFZ war in dem Alter bereits bissele hart geworden. Etwas feuchte Straße und das Heck kam im Kreisverkehr ganz von alleine.

  • Die GS hat die Klemmung ab Werk so - sehe immer noch kein Problem. Soll ich fürs ruhige Gewissen eine FEM-Simu anwerfen?

    Die 12 mm Abstand bei der CS ergeben sich wohl aus der gewünschten Fahrwerksgeometrie.

  • Würde ich auch so einstellen. 12mm oben raus.

    Denke das Bild zeigt den originalen Zustand.


    https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/3/32/BMW_F650_CS_storage_bag.jpg


    Oder doch etwas weniger durchgesteckt?


    fcs0609g.jpg


    fcs0608g.jpg

  • Lt den Handbüchern und anderen Informationsquellen sollte das Standrohr oben 12 mm raus stehen . Ich persönlich hätte aber auch kein Problem damit das Standrohr oben bündig einzubauen . Vertieft würde ich es aber auch nicht einspannen .

    Das die Federn aber schon allein beim aufsitzen stark in die Knie gehen sollte aber nicht sein , da würde ich dann doch neue ( am besten Progressive ) Federn einbauen .

    Ich selbst habe gute Erfahrungen mit progressiven Federn an meiner KAWA gemacht . Habe dort auch einen Mix 1 : 1 10ner und 15ner Öl eingefüllt .


    Oesie

  • Mann weiß ja nicht wieviel Öl da noch drin ist.
    Ich würde erst mal das Gabelöl ablassen und schauen was da noch drin war.
    Luft komprimiert sich wesentlich leichter als Öl.

  • Gabel einspannen (diese soll nicht einfedern, das machts nur schwerer), Abschlusskappe (der silberne Zylinder) mit einem geeigneten Hilfsmittel, z.B. Stiel eines Hammers, runterdrücken und mit einen Schlitzschrauberzieher den Sicherungsrings aushebeln. Geht zu zweit deutlich einfacher, ist etwas fummelig.

  • und ich würde es mal mit etwas mehr Luftdruck probieren....... so mit 0,2 bar mehr als Anfang, dann mal mit 0,4 bar mehr und vielleicht auch mal 0,6 bar mehr........
    Einfach mal rantasten und probefahren.......
    Ich fahre übrigens Werksangabe + 0,4 bar vorne und hinten und bin damit zufrieden.
    Werksangabe für die Uhr-F war mir "zu weich" bzw. "zu schwammig". Reifen bei mir Metzeler Tourance (ohne Next) und davor Michelin Anakee 2, ebenfalls mit +0,4 bar.
    0,2 bar unter Werksangabe führte bei mir ebenfalls zum Pendeln - so zwischen 110 und 120 km/h und dann habe ich mal probiert, was hilft,


    Gruß Ralf

  • Lnekkopflager:

    Wie hast du geprüft ?


    Man merkt schon "etwas an der Handlichkeit des Moppets", wenn minimale "Rastung" vorhanden ist.

    Und die fühlt man nur mit den Fingerspitzen bei "entlastetem Vorderrad" !

    Grüße aus Plattdeutschland

    Stephan

  • Wie hast du geprüft ?

    Von früher weiß ich noch, dass ich in einem Fall mal meinte, alles sei ok, bis mir jemand gezeigt hatte, dass nicht, weil ich nicht feinfühlig genug geprüft hatte.


    So überprüfe ich das Lenkkopflager:

    Motorrad auf Hauptständer.

    Ist niemand zum Helfen da, setze ich mich selbst auf den Beifahrersitz, sodass das Vorderrad hoch kommt.

    Lenker nun gerade stellen und dann mit dem kleinen Finger um die Mittelstellung bewegen.


    Da das Lenkkopflager Hauptverdächtiger bei Fahrinstabilitäten ist, sollte man es schon sicher ausgeschlossen haben, bevor man Anderem nachgeht.

  • Motorrad auf Hauptständer.

    Ist niemand zum Helfen da, setze ich mich selbst auf den Beifahrersitz, sodass das Vorderrad hoch kommt.

    Lenker nun gerade stellen und dann mit dem kleinen Finger um die Mittelstellung bewegen.

    Allerdings lässt sich mit dieser Methode (entlastetes Vorderrad) ein Defekt (Rastpunkt) am Lenkkopflager nicht immer feststellen. Dabei 'hängt' das Vorderrad am oberen Lager, welches aber meistens nicht der Übeltäter ist.

    Um einen Rastpunkt am unteren Lager zu finden, muss man manchmal dieses Lager in belastetem Zustand (also ohne Hauptständer) durch feinfühliges Drehen des Lenkers überprüfen. Dabei braucht es zwingend eine reibungsmindernde Unterlage unter dem Vorderrad, z.B. eine Plastiktüte oder besser zwei aufgeschnittene Getränkekartons, die mit ihren Innenseiten zueinander und etwas Fett dazwischen unter das Vorderrad gelegt werden. Funktioniert nach meiner Erfahrung ganz gut.

    Bei beiden Methoden aber unbedingt darauf achten, dass nicht durch ungünstig verlegte Züge oder Leitungen ein Rastpunkt suggeriert wird, der nichts mit dem Lenkkopflager zu tun hat.

  • Um einen Rastpunkt am unteren Lager zu finden, muss man manchmal dieses Lager in belastetem Zustand (also ohne Hauptständer) durch feinfühliges Drehen des Lenkers überprüfen.

    Fahrt man zum TÜV und nutzt deren DREHTLLER gegen Spende in Kaffeekasse

    Zumindest in HP sieht man dies locker ohne Goldgier...und gibt auch fachliches als ING zum Besten beim Schwätzle..

    Sind auch nur Menschen und Mopedverrückt zumindest in Heppenheim

    Machen ja auch für SUZUKI EUROPA die Musterzulassungen selbst für Erlkönige

  • Wenn das LKL nicht "schlackert" (also völlig unzulässiges Spiel hat) , ist so viel Vorspannung vorhanden, dass man immer im entlasteten Zustand fühlen kann, wenn es minimal eingelaufen ist = feinste Rastpunkte hat.


    Wichtig ist dabei, wie Eckart schrieb: "Mit viel Gefühl" = kleiner Finger ... Fingerspitzen

    ... und in Ruhe !


    Und: Das ist kein Witz ... ich will dabei nichts sehen, sondern nur sensibel fühlen = also Augen zu !


    Wenn das LKL so viel Spiel hat, dass man nur bei Bodenkontakt etwas fühlen kann, dann hätte es wohl besser schon vor "langer Zeit gewechselt werden sollen" !


    Die Vorspannung dient dazu, dass die Lagerung ausreichend steif ist und zusätzlich als "Lenkungsdämpfer" ... hört sich doof an, ist aber so :)

    Grüße aus Plattdeutschland

    Stephan

  • Also - meine LKL sind immer so eingestellt, dass sie absolut spielfrei bei möglichst geringer Vorspannung sind. Wenn ich das LKL (eigentlich die LKL) so stark vorspannen müsste, dass sie als Lenkungsdämpfer fungieren, würde ich eher den Einbau eines solchen bevorzugen. Eine gewisse Dämpfung ergibt sich natürlich immer aus der Lagerreibung und der Fettfüllung, aber ein möglichst geringes Losbrechmoment ist mir persönlich beim Lenken ganz lieb.

  • sers,


    Also - meine LKL sind immer so eingestellt, dass sie absolut spielfrei bei möglichst geringer Vorspannung sind

    genau mein gedanke.

    drum hab ich meins nur händisch am rändel vorgespannt bis es fest sass nen hauch geöffnet und gekontert.

    2x wiederholt um ggf vorhandene „restluft“ wegzubekommen, war beim erstenmal vllt? noch vorhanden.

    jetzt hat das lager null spürbares spiel bei entlastetem vorderrad ( hauptständer + scherenheber vorn am motorschutz ) null rastung, dreht seidenweich bis zum anschlag.


    das vorgehen wird übrigens auch bei crossroadz.com empfohlen und nicht die grobmotoriker bmw rep-rom methode. bei der hab ich bedenken dass die lager beim vorspannen was abkriegen.


    take care, save ride!

    ralph

  • sers,


    bei der Q = r1150 rs waren es die hinteren nadellager von der schwinge.

    da liess es sich durch mehr federvorspannung beheben.

    also zusammengefasst:

    • alles ist möglich, was mit dem fahrwerk zu tun hat.
    • sämtliche lager in rädern, lenkkopf, schwinge
    • reifen incl profil + luftdruck
    • flatternde klamotten
    • koffer
    • beladung


    hier nochmal der link zum sehr interessanten pdf von conti zu stabilitätsproblemen beim motorrad:

    https://blobs.continental-tires.com/www8/servlet/blob/3331168/b9a430f2519c17f4b70cdeb9a3daf059/stabilitaetsprobleme-bei-motorraedern-und-wie-sie-beseitigt-werden-koennen--pdf--data.pdf

    das reinlesen lohnt sich, finde ich.


    take care, save ride!

    ralph